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Seit 15 Jahren findet nun schon der Israelaustausch zwischen der Alice-Salomon-Schule und dem Ohalo-College statt. Auch in diesem Schuljahr wurde das Interesse vieler Schüler mit eindrucksvollen Fotos des letzten Austausches geweckt. Letztendlich ergatterten 14 Schüler aus den Bereichen Heilerziehungspflege, Fachgymnasium und Erzieher die begehrten Plätze.
Nach ein paar schönen Tagen mit den Israelis in Hannover und Berlin im September machten wir uns im April nach langem Bangen (wegen des Vulkanausbruches) endlich auf den Weg nach Berlin Tegel, um von dort aus nach Tel-Aviv zu fliegen. Dort angekommen empfing uns Jehuda, unser Busfahrer für die nächsten 2 Wochen und es ging mitten in der Nacht nach Jerusalem. Nach drei Stunden Schlaf begann auch schon das liebevoll geplante Programm. Wir besuchten die Gedenkstätte „Yad Vashem“, hinterließen unsere Wünsche in der Klagemauer, schlenderten durch das arabische, das jüdische und das armenische Viertel, besichtigten die Grabeskirche, den Tempelberg, den Ölberg und liefen die Via Dolorosa entlang.
Dann ging es auch schon weiter in den Süden, nach Eilat. Auf dem Weg machten wir noch einen Abstecher zum Toten Meer. Angekommen im Hotel bestaunten wir gleich unsere große Terrasse mit Blick aufs Rote Meer. Jeden Morgen machten wir uns nach dem köstlichen Frühstück auf zu vielen tollen Ausflügen: In der Wüste Negev erkundeten wir den Timna-Nationalpark, wo wir unter der heißen Sonne einige Klettertouren durch das Vulkangestein machten. Außerdem stand ein Abstecher nach Ägypten auf die Sinai-Halbinsel auf dem Programm. Die Folgen des zweistündige Kamelrittes spürten viele von uns noch Tage danach in den Knochen …Ein weiteres Highlight war das Korallentauchen am Coral Beach, wobei wir viele bunte Fischschwärme und andere Meeresbewohner beobachten konnten.
Auf unserer großen Dachterrasse blitzen regelmäßig Gedankengewitter bei den täglichen Reisereflexionsrunden, die stets von dem einen oder anderen kühlen Getränk und netten Gesprächen begleitet wurden und die Tage ausklingen ließen.
Schweren Herzens, aber auch mit großer Vorfreude auf die Gastfamilien verließen wir das Rote Meer und fuhren in die Golan-Höhen im Norden Israels. In Qazrin wurden wir von unseren Gastgebern empfangen und gleich in die jeweiligen Familien „verschleppt“ ;-), in denen wir das anstehende Wochenende verbrachten. Einige durften in die traditionelle jüdische Kultur eintauchen, andere das arabische Leben in einem Drusendorf erleben und wiederum andere verbrachten die Tage in einem Kibbuz.
Am Sonntag, dem israelischen Wochenstart, reisten die meisten wieder nach Qazrin und richteten sich im Studentenwohnheim ein. Dieses bot die Möglichkeit, auch mit anderen Studenten des Ohalo-Colleges in Kontakt zu treten.
Außerdem war die Stadt am Fuße des Golan-Gebirges ein optimaler Startpunkt für viele Erkundungen der Region. So besuchten wir ein Weingut, den See Genezareth, die Taufstelle Jesu am Jordan, einen Kindergarten und eine Grundschule.
Mit unseren israelischen Freunden wanderten wir durch die malerische Landschaft und pausierten an Pools vulkanischen Ursprungs, welche viele für eine Abkühlung nutzten.
Zudem führten wir häufig Diskussionen mit Studenten des Ohalo-Colleges, deren Thema unter anderem das Verhältnis zwischen Israelis und Deutschen war. Verschiedene Meinungen und Auffassungen wurden ausgetauscht und Vorurteile konnten aus der Welt geschafft werden.
Unsere gemeinsame Zeit endete mit einer Abschiedsparty unter freiem Himmel und dem Versprechen, entstandene Freundschaften weiterzuführen und sich hoffentlich wieder einmal zu treffen. Dementsprechend schwer fiel dann auch allen der Abschied am nächsten Morgen, als unsere Gruppe sich auf den Weg nach Tel Aviv machte. Dort ließen wir die Erlebnisse der Reise auf uns wirken und die vergangenen zwei Wochen am Mittelmeerstrand der modernen Großstadt ausklingen. Dort fand auch unsere letzte Reflexionsrunde bei einem großartigen Sonnenuntergang statt. Bei der ALLE! zu dem Ergebnis kamen, eine wunderschöne Zeit gehabt zu haben, und sogar die eine oder andere Träne floss…
Von Julia, Mona und Sarah |