Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales
der Region Hannover
 
Basic information in English
Wer war Alice Salomon?
 
Nachrichten:

Zurück zur Nachrichtenübersicht

Alice-Nachrichten spezial

[2011-11-12]  
         
  2011-11-12      
         
  2. deutsch-polnische Begegnung in Oświęcim/Polen vom 6. bis 12.11.2011      
         
         
 
Fotoserie "Hinfahrt"
Sonntag, 6.11.2011: ein langer Reisetag
Frühmorgens machten wir uns von Hannover auf die lange Bahnfahrt nach Katowice, wo wir abends von unseren polnischen Freunden abgeholt wurden. Mit dem Kleinbus fuhren wir nach Oświęcim. Dort wurden wir aufgeteilt; einige waren privat untergebracht, andere in der Hochschule und der Rest im Zentrum für Dialog und Gebet.
 


Fotoserie "FH undStadtrundgang"

Montag, 7.11.2011: Empfang in der Fachhochschule
Ab 11:00 Uhr führte uns unser polnischer Reiseleiter Piotr Zieba durch die noch junge Fachhochschule in Oświęcim. Mit von der Partie waren auch unsere polnischen Studenten, die wir noch von deren Besuch in Hannover 2010 kannten. Um 12:00 Uhr wurden wir von der Prorektorin der Fachhochschule empfangen. Herzliche Worte wurden ausgetauscht. Nach dem Mittagessen besuchten wir das jüdische Zentrum in der Stadt. Dort wurde uns die Geschichte und Kultur der Juden in Oświęcim nahegebracht. Anschließend machten wir einen kleinen Stadtrundgang und die deutschen Schüler sowie die polnischen Studenten verbrachten die Freizeit miteinander.

 


Fotoserie "Empfang beim Stadtpräsidenten"

Dienstag, 8.11.2011: Empfang durch die Stadt Oświęcim
Um 12:00 Uhr war der Empfang durch den Stadtpräsidenten von Oświęcim. Es wurden freundliche Worte ausgetauscht. Anschließend haben wir in der Fachhochschule einen Film gesehen über einen polnischen Überlebenden des KZ Auschwitz, der nach dem 2. Weltkrieg auch durch die Kommunisten inhaftiert wurde. In der sich anschließenden Diskussionsrunde wurde die Bedeutung der historischen Erinnerung an die Schrecken der NS-Zeit für die gemeinsame Zukunft von Deutschen und Polen in der Europäischen Union gewürdigt.

 


Fotoserie "Gedenkstätte"

Mittwoch, 9.11.2011: Besuch der Gedenkstätte KZ Auschwitz
Um 10:00 Uhr begann die Führung durch die Gedenkstätte KZ Auschwitz durch unseren polnischen Führer Piotr Zieba. Zunächst besuchten wir das Lager Auschwitz I, in dem noch viele Gebäude erhalten sind. Als besonders bedrückend empfanden wir das Eingangstor mit dem Spruch »Arbeit macht frei«, die sogenannte Todesmauer, an der viele Menschen erschossen worden waren, und das kleine Krematorium mit der Gaskammer, in der viele Menschen getötet worden waren. Anschließend fuhren wir nach Auschwitz-Birkenau, wo wir insbesondere das Eingangstor (»Todestor«) und die Rampe besichtigten. Auch die Überreste der Krematorien, in denen viele Menschen durch das Gift Zyklon B getötet worden waren, fielen uns ins Auge. Insgesamt gesehen hat der Tag uns sehr nachdenklich gestimmt. Wie konnte es nur geschehen, dass Menschen anderen Menschen derartige Gräueltaten zufügen konnten?

 


Fotoserie "Salzbergwerkmuseum"

Donnerstag, 10.11.2011: Das Salz der Erde – Besichtigung des Salzbergwerkmuseums in Wieliczka
Um 10:20 Uhr fuhren wir mit dem Zug nach Wieliczka, um ein altes Salzbergwerk zu besichtigen, das seit 1978 zum Weltnatur- und –kulturerbe der UNESCO gehört. Dort sind wir von der 1. bis zur 3. Sohle ca. 135 m in den Salzberg hinabgestiegen. Wir haben unter Tage einmalige Kammern mit erhalten gebliebenen Spuren der Fördertätigkeit und eine Sammlung von Bergwerksanlagen und Bergmannswerkzeugen gesehen. Eindrucksvoll auch die Kapellen mit einzigartigen Figuren und Salzreliefs, unter ihnen die weltweit schönste heilige Kunigunde-Kapelle 101 m unter Tage. Nach dem Mittagessen ging es um 17:15 Uhr wieder auf die Rückreise. Unterwegs haben wir in Krakau zwei Stunden in einer Mall hinter dem Hauptbahnhof Einkäufe getätigt, bevor wir wieder zurück nach Oświęcim fuhren.

 


Fotoserie "Krakau und Abschiedsfeier"

Freitag, 11.11.2011: Krakau – die alte Königsstadt am polnischen Nationalfeiertag
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch der alten Königsstadt Krakau, der zweitgrößten Stadt des modernen Polen. Am polnischen Nationalfeiertag wohnten wir der Parade zum Gedenken an die Wiedergründung des polnischen Staates nach dem 1. Weltkrieg 1918 bei. Wir besichtigten u.a. die Marienkirche, den Markt, die Hochschule und das Schloss, welches während des 2. Weltkrieges Sitz des deutschen Generalgouverneurs Dr. Hans Franck war. Abends feierten wir in der Fachhochschule von Oświęcim den deutsch-polnischen Abschlussabend mit unseren polnischen Freunden. Es wurden freundliche Reden gehalten und Geschenke ausgetauscht. Der Austausch wurde als sehr positiv und gelungen bezeichnet.

 

Samstag, 12.11.2011: Eine lange Heimreise
Um 7:00 Uhr fuhren wir mit dem Kleinbus von Oświęcim nach Katowice, wo wir den Zug um kurz nach 8:00 Uhr erreichten, der eigentlich laut Plan erst um 9:12 Uhr fahren sollte. In Polen ging es nur sehr langsam voran. Um 17:30 Uhr erreichten wir Berlin, wo wir eine Stunde Aufenthalt hatten. Mit dem IC ging es dann nach Hannover, das wir um 20:37 Uhr erreichten. Alle Teilnehmer waren mehr oder minder müde und erschöpft von der langen Woche und Heimreise, jedoch auch glücklich und zufrieden über das gute Gelingen des Aufenthaltes in Polen.

         

 

Manfred Kallmeyer