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Berufliches Gymnasium - Gesundheit und Soziales -



Stolpersteine - eine Aktion der BGY 11B

Jedes Jahr am 27. Januar gedenken wir den Opfern des Nationalsozialismus. Auch wir an der Alice-Salomon-Schule wollen nicht vergessen; denn Respekt vor den Opfern heißt, dass sie sichtbar sind für jeden.

So findet alljährlich an unserer Schule in der Aula ein Rahmenprogramm zum Holocaust-Gedenktag statt.

Wir, die Schüler/-innen der Klasse BGY 11B des Beruflichen Gymnasiums, wurden in unserem Geschichtsunterricht im Jahr 2016 mit einer themabezogenen Projektarbeit sensibilisiert. Unsere Gruppe legte den Focus auf die Erinnerungskultur. „Stolpersteine“ sollte unser Thema sein. Dies sind im Boden verlegte messingfarbene Platten in der Größe von Pflastersteinen, auf denen die Namen der Opfer des Nationalsozialismus verewigt werden.

Während unserer Arbeit kam uns die Idee, für einen Stolperstein zu spenden; schließlich ist unsere Schule nach der (später konvertierten) Jüdin Alice Salomon benannt. Unsere Recherche ergab, dass in der Nähe des Aegidientorplatzes Stolpersteine für eine Familie verlegt werden sollten. So entschieden wir uns kurz darauf, die Kosten für einen Stolperstein für die 19-jährige Tochter, Doba“Doris“Topf, zu übernehmen. Die Stolpersteine der Familie Topf wurden direkt vor ihrem letzten bekannten Heim Im Aegidiendamm 8 verlegt. Die Topfs waren Mieter in dem Haus, das heute ein Hotel ist.

Die Familie Topf wurde am 27./28. Oktober 1938 verhaftet, zusammen mit anderen Deportierten in einer Sporthalle in der Altstadt (Burgstraße) gesammelt und mit Polizeiwagen zum Hauptbahnhof Hannover gebracht. Von dort erfolgte der Transport in Richtung Polen (Auschwitz). Im Zugabteil wurden sie von der SS bewacht. Es gab nichts zu trinken und zu essen. Vom Ort Bentsche ging es zu Fuß weiter, 6 km bis zur Grenze. Auf dem Fußweg mussten sie die brutalen Schläge der SS ertragen (auch alte Menschen und Kinder).

Da die Schülerinnen unserer Schule etwa in dem Alter von Doba/Doris zum Zeitpunkt ihrer Deportation sind, haben wir uns entschieden, für sie zu spenden.

Für den diesjährigen Holocaust-Gedenktag, 2017, haben wir, Anna Hildebrandt und Sara Schankweiler, die Möglichkeit erhalten, das Ergebnis unserer Gruppenarbeit vorzustellen.

Unten aufgeführt finden Sie die Bilder von unserem gespendeten Stolperstein sowie von den Stolpersteinen der ganzen Familie Topf. Weiterhin das Haus, in dem die Topfs zuletzt gelebt haben. Vor dem Haus: Frau Breitkreuz (unsere Lehrerin) und Sarah Schankweiler



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