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Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/-in



Projekttag der BFS 1 am 24. Juli 2014

In diesem Schuljahr gab es einen ganz besonderen Tag in der Alice-Salomon-Schule in der Berufsfachschule - Sozialassistentin/Sozialassistent – Schwerpunkt Sozialpädagogik. Mit allen vier Klassen fand am Donnerstag, dem 24. Juli 2014, ein klassenübergreifender Projekttag statt.

Hierzu wurden sechs verschiedene Workshops durch externe Dozentinnen und Dozenten angeboten. Auf diesem Wege konnten sowohl die Berufsfachschülerinnen und Berufsfachschüler als auch die Lehrkräfte die Workshops besuchen und sich gemeinsam als Lernende beteiligen.

Folgende Themen wurden in den Workshops angeboten:

  • »Das Spiel mit dem Zufall im BILD – Freie Malerei«
  • »Karate«
  • »Schrottschweißen«
  • »Musik vom Kopf bis zum Fuß«
  • »Puppenspiel«
  • »Tanzen«

Im Anschluss an die Workshops erfolgten eindrucksvolle Präsentationen in der Schulaula und Ausstellungen der erschaffenen Werke auf dem Schulhof. Zum krönenden Abschluss des Tages wurde draußen bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam gepicknickt.

Im Folgenden werden Eindrücke und Momentaufnahmen des Tages von Beteiligten dargestellt:


Eindrücke zum Workshop »Das Spiel mit dem Zufall im BILD – Freie Malerei« 

In diesem Workshop lernten wir ganz neue Techniken der freien Malerei unter Anleitung von Anne Brömme kennen. Die Linie und Struktur — gekratzt und geritzt. Pinsel, Spachtel, Lappen, Bürsten, Schwämme, Topfkratzer, Kreiden und Stifte waren unsere Werkzeuge. Gemeinsam, im Wechsel und einzeln bearbeiteten wir den jeweiligen Bildgrund. Der Zufall spielte dabei die größte Rolle.
Hier ein paar Stimmen aus dem Workshop:

  • kunterbunt, viele Farben, kreative Bilder
  • lebendig, verrückt, spannend
  • inspirieren – verbinden – loslassen
  • Spaß, Kreativität, Fantasie
  • Wirbel, Farbe, Leben
  • Hilfsbereitschaft, Teamarbeit, etwas Neues

Eindrücke zum Workshop »Karate« 

Neben anderen Kursen zum heutigen Projekttag haben wir einen kurzen Einblick in die aus Japan stammende Kampfkunst Karate erhalten. Der Dozent Klaus-Peter Richter, im Karate nur »Peter« genannt, brachte uns durch unterschiedlichste Übungen die Sportart näher. Nach einer kurzen Darstellung der Entstehungsgeschichte und der Vermittlung der Prinzipien begannen wir mit einer Aufwärmung, wo der Schwerpunkt auf die Koordination gelegt wurde. Diesen Schwerpunkt wählte Peter bewusst aus, da die Koordination im Karate ein wichtiger Bestandteil ist und uns vor unerwartete Herausforderungen stellte. Es folgten daraufhin praktische Vorführungen und Übungen, die wir mit Interesse verfolgten und im Anschluss selbst ausführten. Nach diesen berührungslosen Übungen ging es mit den Prinzipien der Selbstverteidigung weiter. Peter zeigte uns, wie wir uns aus scheinbar aussichtslosen Situation befreien und zur Wehr setzen können. Egal, ob Würgegriffe oder Umklammerungen, es gibt fast immer eine Möglichkeit, sich zu befreien. Dabei spielt die Körpergröße, Masse oder Kraft der Person keine Rolle. Die Technik ist entscheidend! In Rollenspielen lernten wir außerdem das richtige Verhalten bei Belästigungen. Die belästigte Person sollte eine passive Körperhaltung einnehmen, mit der sie durch ein klares »Stop« dem Gegenüber das Desinteresse signalisiert. Eine weitere, verbale Kommunikation durch die belästigte Person sollte nicht erfolgen. Das abschließende Pratzentraining (Schlagpolster) bot die Möglichkeit einer finalen Auspowerung unseres Körpers. Der Tag bescherte uns nur wenige blaue Flecke, dafür erhielten wir umso mehr Einblicke in die Sportart Karate und in die Selbstverteidigung.


Eindrücke zum Workshop »Schrottschweißen« 

»Künstlerische Tätigkeit ist immer auch soziale Tätigkeit, da die jeweilige Kunstform dazu dient, sich auszudrücken und mitzuteilen.« Dieser künstlerischen Tätigkeit sind wir im Workshop »Schrottschweißen« unter Anleitung des Dozenten Frank Plorin nachgegangen. Nach kurzer Einweisung in Schutzmaßnahmen und Geräte konnten wir selbstständig ans Werk und unserer Fantasie freien Lauf lassen. Laute »Maske«-Rufe hallten über den Schulinnenhof und Vorbeigehende wurden mit den Worten »Nicht ins Licht gucken!« gewarnt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren an Schutzbrillen, Handschuhen, Feilen und ihrer Schweißerbräune deutlich zu erkennen. Dank Frank, »THE MAN«, entstand am Ende das gemeinsame Werk GUNDEL-TETANUS, das fliegende Tausendfüßler-Einhorn, das nun als Andenken an den Projekttag auf dem Schulhof verbleibt.


Eindrücke zum Workshop »Musik vom Kopf bis zum Fuß« 

Den Körper als Quelle von Klang galt es in diesem Workshop unter der Leitung von Alicja Heimbrecht zu erleben. Bruder Jacob« weckte nach kurzer Einführung Erinnerungen. Und dann wurde Heinrich Heines Gedicht »Herzekrank« erarbeitet, das im Jahr 1955 von Stefan Kalmer vertont worden war. Zu dem gesungenen Text entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine passende Choreografie, über die dann in Verbindung mit diversen Klanglauten die Zuschauer zum Text geführt werden sollten. Spannend! Bei der Aufführung übernahm wieder das Lied »Bruder Jacob« den Einstieg. Über die unterschiedlichen Klanglaute führte der Chor dramaturgisch geschickt zum Lied, das dann mit einem Paukenschlag — nein, es fand sich keine Pauke und ein Topfdeckel bot Ersatz — endete.


Eindrücke zum Workshop »Puppenspiel« 

Eindrucksvoll, lebendig, interessant, herausfordernd, lustig, erstaunlich... das war unser Workshop zum Thema Puppenspiel!

Wir sahen zunächst Filmausschnitte aus bekannten Puppentheaterstücken wie dem »Sandmännchen« und der »Muppet-Show« und erhielten einen theoretisch fundierten Einblick in Herkunft und Ursprünge des Puppenspiels in verschiedenen Kulturen.

Herbert Lange, Schauspieler, Puppenspieler und Logopäde, vermittelte uns ein eindrucksvolles Bild von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Puppen (die er zum Teil auch in seinem Koffer mit nach Hannover gebracht hatte): So hilft der lispelnde Rabe Kokolores Kindern in der Sprachtherapie; der launische Drache jagt die Kinder, fängt sie aber nie; die schweigsame Schildkröte versucht Kindern die Scheu vor dem Sprechen zu nehmen und der wilde Affe ist frech und wild und kann sich nicht an Regeln halten, so dass Kinder mit Aufmerksamkeitsschwierigkeiten sich sofort gut mit ihm identifizieren können. Die Möglichkeiten des Einsatzes von Puppen in der sozialpädagogischen und therapeutischen Arbeit sind vielfältig und wurden durch Erlebnisberichte und Filmausschnitte aus der Arbeit des Dozenten sehr eindrucksvoll deutlich.

Wir wurden natürlich auch praktisch herausgefordert: Nach einer kurzen Übungsphase zur Körperwahrnehmung begannen wir unseren schwarzen oder weißen Fingerhandschuhen und Styroporkugeln Leben einzuhauchen: Es funktionierte! Auf einmal tummelten sich Oma und Opa, Gärtner mit Hut, »Goldlöckchen«, Pferd, Schweinchen und Huhn auf dem Schulhof. Sie tanzten und sprachen miteinander, sie ärgerten sich, weinten und lachten zusammen, sangen Opern und einen Kanon — erstaunlich, wie schnell wir in der Illusion des Spiels waren, mittendrin!

Unser Fazit: In fast allen sozialpädagogischen Einrichtungen gibt es Puppen — leider werden sie oft vergessen oder kommen nur zu besonderen Anlässen zum Vorschein. Dabei eröffnen sie so schnell wie kaum ein anderes Medium die Welt zum Spiel und zu den Kindern: Lasst die Puppen tanzen!!!


Eindrücke zum Workshop »Tanzen« 

Im Workshop »Tanzen« wurden uns von der Dozentin Elke Raithel viele Möglichkeiten gezeigt, wie wir mit Kindern tanzen können. Zum Beispiel wurden Begrüßungslieder sowie Liedgeschichten vorgestellt. Auch wurden Tänze gezeigt, welche man nicht nur mit Kleinkindern, sondern auch mit Jugendlichen machen kann. Es wurden verschiedene Musikrichtungen und Tanzarten gezeigt und erklärt. Die Inhalte wurden uns kindgerecht beigebracht. Auch wurden Fragen und Wünsche in den Workshop mit einbezogen. Während des Workshops wurde meist frei und mit Freude getanzt, wodurch die Mitschülerinnen und Mitschüler auch Kontakt zueinander aufnahmen und sich besser kennenlernten. Auch der gelernte Tanz, welcher am Schluss des Tages dem Jahrgang präsentiert wurde, hat jedem Teilnehmenden Spaß gemacht.  


Den Ausklang des Tages bildete das gemeinsame Picknick!

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Alice