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Berufsschule Orthopädieschuhmacher/-in (OSM)


Berufsbild und Ausbildung allgemein:

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre. Die Ausbildung erfolgt gemäß dem dualen Ausbildungssystem an den Lernorten Betrieb und Schule. Der Unterricht findet im 1. Schuljahr an zwei Berufsschultagen, im 2. und 3. sowie dem letzten halben Ausbildungsjahr an einem Tag statt.  


Welche Eingangsvoraussetzungen muss ich mitbringen?

Zunächst müssen Sie über einen Ausbildungsvertrag mit einem Fachbetrieb des Orthopädieschuhmacherhandwerks, einer Rehabilitationseinrichtung oder einem Sanitätshaus mit schuhorthopädischer Abteilung verfügen. Der Zugang zur Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/in setzt keinen bestimmen Bildungsstand voraus, es wird jedoch mindestens ein guter Haupt- bzw. Realschulabschluss empfohlen.  


Welchen Abschluss kann ich mit Bestehen der Abschlussprüfung erwerben?

Durch den Berufsschulabschluss wird mit bestandener Gesellenprüfung mindestens der Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) gewährt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann außerdem der erweiterte Sekundarabschluss I (erweiterter Realschulabschluss) bzw. die Fachhochschulreife bescheinigt werden. Für ausgebildete Fachkräfte gibt es gute Berufschancen.  


Welche Prüfungen muss ich machen?

Die Prüfungen in diesem anerkannten Ausbildungsberuf werden auf der Grundlage des KMK-Rahmenlehrplans (PDF) und der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher/-in (PDF) durchgeführt.

  1. Gesellenprüfung Teil 1: Ende des zweiten Ausbildungsjahres
  2. Gesellenprüfung Teil 2: am Ende der Ausbildung

Alle Prüfungen gliedern sich in einen praktischen und schriftlichen Teil. Der schriftliche Prüfungsteil bezieht sich auf das in der schulischen Ausbildung erworbene Wissen. Im praktischen Teil der Prüfung stellt der/die Auszubildende das während der betrieblichen Ausbildung erworbene Können unter Beweis.

Genauere Informationen rund um die Ausbildung und die Prüfung finden Sie in den Umsetzungshilfen des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB). Die Umsetzungshilfen und Praxistipps aus der Reihe 'Ausbildung gestalten' unterstützen Ausbilder und Berufsschullehrer in der täglichen Arbeit: Das Heft beschreibt die Umsetzung der Ausbildungsordnungen sowie der Rahmenlehrpläne und gibt Tipps für die Planung bzw. Durchführung der Ausbildung. Diese Umsetzungshilfe basiert auf der Verordnung vom 16. Juli 2015. Sie finden diese z.B. hier (PDF). 


Bin ich die/der Richtige für diesen Ausbildungsberuf?

Ob man sich für den Beruf eignet, zeigt sich natürlich erst während der Ausbildung. Zunächst sollte man bedenken, dass es sich in erster Linie um einen Beruf für diejenigen handelt, die mit ihrer Tätigkeit Kranken und Menschen mit Handicap helfen möchten. Um Patienten fachgerecht versorgen zu können, erfordert dieser besondere Beruf nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch medizinisches Interesse. Ihre Aufgabe neben der handwerklichen Tätigkeit in der Werkstatt ist es zudem, die Patienten hinsichtlich orthopädieschuhtechnischer Hilfsmittel zu betreuen und zu beraten. 


Welche Aufgaben haben Orthopädieschuhmacher/-innen?

Der Beruf Orthopädieschuhmacher/Orthopädieschuhmacherin gehört zu den medizinischen Handwerksberufen. Orthopädieschuhmacher/-innen entwickeln auf Grundlage ärztlicher Anweisungen („Verordnungen“) orthopädische Versorgungen an Fuß und Bein, um Schäden bzw. Erkrankungen am Fuß und Bein zu korrigieren, zu stützen oder den Patienten mit Hilfe von bestimmten Hilfsmitteln bei ihren Schmerzen zu entlasten. Überwiegend handelt es sich dabei um Einzelstücke, die sie dem Patienten bzw. Kunden individuell anpassen und, falls nötig, auch reparieren. Zu diesen Zwecken erstellen sie meistens aus Leder und/oder bestimmten Kunststoffen verschiedene orthopädische Hilfsmittel wie z.B. orthopädische Maßschuhe, orthopädische Einlagen, orthopädische Zurichtungen an Konfektionsschuhen, Fuß-, Unterschenkel,- und Knieorthesen (Bandagen), Fußprothesen sowie die Versorgung von Patienten mit Kompressionsstrümpfen.

Auch Leistungen nichtmedizinischer Indikation werden von ihnen zunehmend erbracht wie z. B. die Beratung im Sportsektor (Sportschuhverkauf/Sporteinlagen) unter Zuhilfenahme spezieller computergestützter Laufanalyse und Fußdruckmesssysteme.  


In welchen Einrichtungen arbeiten Orthopädieschuhmacher /-innen?

Als Einsatzgebiete kommen Fachbetriebe des Orthopädieschuhmacherhandwerks, Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen sowie Sanitätshäuser mit schuhorthopädischer Abteilung in Betracht. Mitunter arbeiten sie auch in Schuhreparaturwerkstätten oder in der industriellen Herstellung orthopädischer Schuhe. Arbeitsplätze sind die Werkstatt, der Maßraum sowie der Verkaufsraum (Ladenlokal).


Video zum Beruf der Orthopädieschuhmacherin/des Orthopädieschuhmachers:

© 2015 Deutscher Handwerkskammertag e.V.

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        Info-Film zum Beruf:

© 2015 Deutscher Handwerkskammertag e.V.

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Alice