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Fachschule Heilerziehungspflege



Studienfahrt der HEP 2 nach Neßmersiel

Am Montag, dem 29. August 2016, ging es für uns, 17 Schülerinnen und zwei Schüler des zweiten Ausbildungsjahres der Fachschule Heilerziehungspflege, auf Studienfahrt an die Nordsee, genauer gesagt nach Neßmersiel (wo das genau liegt, fragen wir uns bis heute). Die Studienfahrt hatte den Schwerpunkt Erlebnispädagogik. Da der Großteil von uns damit schon diverse mehr oder weniger gute Erfahrungen gemacht hatte, entschieden wir uns gegen ein Angebot mit „professionellen“ Erlebnispädagogen. Wir wollten unsere Studienfahrt komplett selber planen und gestalten.

Am Montag, dem 29. August, starteten wir mit dem Zug ab Hannover Hauptbahnhof in Richtung Norden, bemerkenswerterweise waren sämtliche Schüler und Schülerinnen, die in Hannover einsteigen wollten, pünktlich, sodass wir in Ruhe zum Zug gehen konnten. Mit dieser Ruhe war es dann spätestens in Wunstorf, wo eine weitere Gruppe aus unserer Klasse zusteigen wollte, vorbei. Die Gruppe war nicht am Gleis zu sehen und die ersten, panischen Telefonate wurden geführt, bis plötzlich die erste Schülerin völlig abgehetzt am Zug auftauchte und mit ihr nach und nach der Rest unserer Klasse. Auf die Frage, warum sie denn so knapp vor Abfahrt des Zuges erst auftauchten, stellte sich heraus, dass sie am falschen Gleis gewartet hatten. Zum Glück bemerkten sie den Irrtum gerade noch rechtzeitig, so dass wir dann vollständig waren und unsere Reise ohne weitere Schwierigkeiten fortsetzen konnten. Mittags erreichten wir Esens und von da aus ging es dann mit dem Bus über verschiedenste Dörfer (manch einer witzelte, dass dort anscheinend ja jedes Schulkind eine eigene Bushaltestelle zur Einschulung bekäme) weiter nach Neßmersiel.

In Neßmersiel angekommen, wurde das Haus bezogen, die Zimmer aufgeteilt, der nächste Supermarkt leergekauft, das Abendessen vorbereitet und verzehrt sowie noch ein kurzes „Kennenlernspiel“ veranstaltet. An diesem Tag war auch für alle schon relativ früh Schluss.

Der nächste Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück. Anschließend ging es zum Hafen, wo wir uns mit einem Wattführer trafen, weil für diesen Tag eine Fahrt zur Insel Baltrum mit anschließender Wattwanderung zurück zum Festland geplant war. Auf der Insel teilten wir uns in kleine Gruppen auf, einige waren Eis essen oder am Strand, andere sind sogar in der Nordsee baden gewesen. Nachmittags trafen wir uns am Baltrumer Hafen, um dann mit einigen anderen Leuten, die nicht zu unserer Gruppe gehörten, durchs Watt zurückzulaufen. Nach anfänglich eher leichtem Gehen sanken wir immer weiter in den Schlick ein und kamen immer langsamer voran. Unser Wattführer hielt zwischendurch immer wieder an und erklärte uns Dinge über das Wattenmeer. Nach einigen Stunden Fußmarsch und mehreren Durchhalteparolen für verschiedene Mitschüler kamen wir dann (fast) alle völlig erschöpft wieder in Neßmersiel an. Am Abend saßen wir dann nur noch gemütlich zusammen.

Mittwochvormittag hieß es: Ab zum Strand – aber nicht zum Sonnen oder Baden, sondern um verschiedene Aktivitäten auszuprobieren, von „Menschenmemory“ über „Schlag den Schüler“ bis hin zu „Thai-Boxen“ mit Elena. Bis auf leichte Ausfallerscheinungen aufgrund der stechenden Sonne und der erstaunlich hohen Temperaturen hat die gesamte Klasse alle Aktivitäten mit Begeisterung ausprobiert. Nach dem intensiven Bewegungsprogramm gab es eine kurze Pause im Haus und danach wurden wir samt Lehrerinnen in vier Gruppen eingeteilt und mussten beim „Chaos-Spiel“ farbige Zettel einsammeln und diverse kreative Aufgaben lösen. Insbesondere bei der musikalischen Darbietung entpuppten sich einige unserer Mitschüler als wahre Gesangstalente.

Am Nachmittag gab die Gruppe, die den Donnerstag geplant hatte, bekannt, dass es eine Änderung im Programm geben würde. Eigentlich war geplant, am Donnerstag mit Kanus bis in den nächsten Ort zu fahren und von dort aus mit Fahrrädern wieder zurück, aber leider hatte der Kanuverleih geschlossen, da die Strecke zu der Zeit nicht befahrbar war. Zum Glück konnte die Gruppe noch spontan Fahrräder für Donnerstag organisieren.

Am Donnerstag gab es also keine Kanu- und Radtour, sondern nur eine Radtour. Wegen der nicht besonders modernen Räder beschlossen wir, eine kleine Tour zu fahren. Wir sind also am Deich entlang bis nach Dornumersiel gefahren, anschließend weiter nach Dornum, wo wir noch ein paar Einkäufe erledigen konnten, und danach zurück nach Neßmersiel, um das Grillen am Abend vorzubereiten.

Abends gab es dann aber zunächst noch eine Gesprächsrunde, in der erarbeitet wurde, was uns in der Klasse störte und was uns gut gefiel. Im Anschluss daran haben wir gegrillt und beim gemütlichen Zusammensitzen die Gemeinschaft gepflegt.

Am Freitag hieß es Kofferpacken, aufräumen und saubermachen. Der Tag der Abreise war gekommen. Nach dem Frühstück wurden die verbleibenden Lebensmittel aufgeteilt, die Zimmer, Bäder und Gemeinschaftsräume gereinigt und zum Abschluss noch ein Gruppenfoto geschossen. Nun gingen wir zur Bushaltestelle. Kaum angekommen, fing es zum ersten Mal in dieser Woche an ein bisschen zu regnen. Gefühlte zwei Minuten vor Ankunft des Buses tauchte plötzlich die Frage einer Mitreisenden auf: „Verdammt, wo ist mein Handy?“ Nachdem Hosentaschen und Rucksack durchsucht waren, ging es im Dauerlauf zurück zum Haus, wo das Handy glücklicherweise noch lag, und dann wieder zur Bushaltestelle, wo der Bus noch nicht eingetroffen war. Kurz darauf kam dann auch der Bus und nach kurzer Fahrt und kleinem Aufenthalt im Norden ging es mit dem Zug zurück nach Hannover.

Insgesamt war es eine sehr schöne Studienfahrt, die uns als Gruppe auf jeden Fall mehr zusammengeschweißt hat!


Philip Meyer


Impressionen von der Studienfahrt:
 
 

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Alice