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Fachschule Heilpädagogik - mit Teilzeitunterricht -



Inklusion beginnt im Kopf! — Ein Besuch in der Stiftung Alsterdorf in Hamburg

 

Einen Einblick in unterschiedliche Formen von Assistenz und Begleitung von Menschen mit Behinderung haben die angehenden Heilpädagoginnen und Heilpädagogen der Alice-Salomon-Schule vom 23. bis 27. März 2014 in Hamburg gewinnen können. Wie das Leben und Arbeiten von Menschen mit Behinderung vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention ganz praktisch aussehen kann, davon konnte sich die Gruppe der Studierenden persönlich und praxisnah überzeugen. Der Besuch der Stiftung Alsterdorf mit ihren vielfältigen Wohn-, Arbeits- und Bildungsprojekten trug maßgeblich dazu bei, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der vier Tage von einer gelungenen Veranstaltung sprachen.

Den Rahmen bildete die theoretische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Leitkonzepten in der Heilpädagogik und dem damit verbundenen Paradigmenwechsel. Wie diese Leitkonzepte in der Praxis in der Vergangenheit gelebt wurden, dazu haben wir am Beispiel der Stiftung Alsterdorf und ihrer Historie eine Vielzahl neuer Kenntnisse und Erkenntnisse gewinnen können.

Nach einem sehr informativen wie ansprechenden Impulsvortrag zeigte uns Arndt Streckwall die einzelnen Abschnitte auf dem Stiftungsgelände. Hier war keine Spur von einem Stadtteil im Stadtteil mehr zu erleben. Stattdessen herrschte ein buntes Treiben auf dem Alsterdorfer Markt. Menschen, die wir behindert nennen, aber auch all die ›Normalbehinderten‹, zu denen wir uns zählen, gingen ihren Einkaufsvorhaben emsig nach. Hier und da wurde bei strahlendem Sonnenschein ein Kaffee im Stehen genossen und ein kleiner Plausch gehalten. Normalität eben!

Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit, uns über das Q 8, ein Stadtteilentwicklungsprojekt der Stiftung, und über die Wohn- und Lebensweise in der Wohngemeinschaft — vom Apartment zu zweit bis zur eigenen Wohnung für Menschen mit Unterstützungsbedarf — zu informieren. Beim Besuch der Bugenhagen-Schulen, die die Schulformen der ›Integrationsschule‹ (als Grund- und Stadtteilschule mit Integrationslerngruppen) und der ›Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf‹ umfassen, konnten wir einen Eindruck davon gewinnen, wie Lernen durch Wochenpläne und freie Phasen allein oder gemeinsam im geöffneten Unterricht leistungs- und fächerübergreifend geschehen kann. Die Idee der Inklusion im Bereich Schule wurde zum Teil konkreter. Ganz deutlich wurde aber auch, welcher personellen und materiellen Ressourcen es bedarf, um Inklusion im Bildungswesen — so wie von der UN-Behindertenrechtskonvention gemeint — realisieren zu können.

Am letzten Tag nutzten wir noch die einmalige Gelegenheit zum Besuch der Erlebnis-Ausstellung »Geht doch! Inklusion erfahren«. Diese Ausstellung wurde anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Evangelischen Stiftung Alsterdorf im Hamburg Museum gezeigt und hat uns alle sehr beeindruckt!!

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass folgendes Motto unsere Erfahrungen und Eindrücke dieser Tage treffsicher wiedergibt:

Wer will, sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe!


Margarita Fischer
(Fachlehrerin und Klassenlehrerin in der Fachschule Heilpädagogik)

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