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Fachschule Heilpädagogik - mit Teilzeitunterricht -



Bildungsurlaube für die zukünftigen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen: Aus der Praxis für die Praxis lernen

Bildungsveranstaltungen nach dem Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz (NBildUG) sind feste Bestandteile im Rahmen der zweieinhalbjährigen berufsbegleitenden Ausbildung an der Fachschule Heilpädagogik der Alice-Salomon-Schule in Hannover.

Die Studierenden des Jahrgangs August 2015 bis Ende Januar 2018 waren im März 2016 für vier Tage in Augsburg und haben dort neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Fragen zum heilpädagogischen Denken und Arbeiten in heilpädagogischen Institutionen eine Reihe von unterschiedlichen Erfahrungen durch Begegnungen verschiedenster Art sammeln können.

So war ein fachlicher Austausch mit Studierenden der Fachakademie für Heilpädagogik (KJF) in Augsburg für manche sehr erhellend, da in ‚gemischten‘ Kleingruppen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Berufsprofil und den Einsatzmöglichkeiten von Heilpädagog*innen erfolgte. Da wurden so einige Unterschiede hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche von Heilpädagog*innen zwischen dem Norden und Süden der Republik deutlich.

Sehr besonders war der Besuch im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren, denn dort hatte ein Heilpädagoge mit staatlicher Anerkennung – bevor er in die Selbstständigkeit als Heilpädagoge wechselte - weit über zehn Jahre die stellvertretende Leitung am Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie und Heilpädagogik inne. Wir hatten sozusagen die letztmalige Gelegenheit, diesen Heilpädagogen, noch im Dienste der Klinik sich befindend, kennenzulernen und Einiges über sein vielfältiges Aufgabengebiet zu erfahren.

Auch stand ein Einblick in die besonderen heilpädagogischen Angebote eines großen Trägers in Augsburg auf dem Programm und wurde durch lebhafte Diskussionen in der Ausbildungsgruppe und die Auseinandersetzung mit theoretischen Inhalten vertieft.

Im März 2017 dann ging es zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema „Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung in heilpädagogischen Institutionen“ in die Hansestadt Hamburg. Die theoretische Auseinandersetzung mit „der Inklusion“ im weitesten Sinne war Bestandteil engagierter Diskussionen im Rahmen der Studierendengruppe. Eine Vertiefung der Thematik fand durch Hospitationen in Einrichtungen der Stiftung Alsterdorf statt. Die Geschichte dieser Einrichtung ist ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Veränderungen in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung. So lautet das Motto für 2017 „Prüft alles, das Gute behaltet“ charakteristisch für die Entwicklungen, die hier in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben und von denen wir als Lerngruppe gerne erfahren wollten. Ganz im Sinne der Intention, an best practice Institutionen – und eine solche ist Alsterdorf ohne Zweifel - zu partizipieren.

Den Rückweg ins heimische Hannover haben wir dann für einen Besuch in der ‚Heilpädagogischen Lebensgemeinschaft Marbostel e.V.‘ genutzt. Hier wurden wir von Horst Kuklau, der selbst Jahrzehnte in Aus- und Fortbildung von Erzieher*innen und Heilpädagog*innen tätig war, in Empfang genommen und intensiv über das Leben und Arbeiten in dieser Einrichtung informiert. Um mit einem Satz zu beschreiben, welche Stimmung im Anschluss in der Lerngruppe bestand, kann gesagt werden, dass diese Erfahrung in vielerlei Hinblick besonders beeindruckend war.

So werden wir auch in Zukunft im Rahmen der Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin / zum staatlich anerkannten Heilpädagogen Möglichkeiten eröffnen, um theoriegeleitet aus der Praxis für die Praxis zu lernen und für eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis zu sorgen.

Rita Fischer


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