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Fachschule Sozialpädagogik



Schulkinder — Ein ganz anderes Arbeitsfeld

Bericht von der Schulkind-AG 2016 

In den letzten Monaten haben wir, die Schülerinnen der Schulkind-AG der Fachschule Sozialpädagogik, es uns zur Aufgabe gemacht, an der Gartenheimschule (Grundschule in Hannover-Bothfeld) AGs zu gestalten, die den Bedürfnissen und Interessen der Kinder entsprechen. Um dem hohen Wissensspektrum der Kinder gerecht zu werden, haben wir vier AGs gebildet. Dabei haben wir nicht nur wichtige Erfahrungen gemacht, sondern auch wichtige Erkenntnisse für unsere Zukunft sammeln können.

Die größte Herausforderung zeigte sich für uns darin, die Theorie und Praxis in Einklang zu bringen. Dabei wurde nicht nur auf die Gruppenpädagogik ein großes Augenmerk gelegt, sondern auch auf die Teamarbeit. Zuerst konzentrierten wir uns auf die Theorie, bevor wir die Pädagogik und Teamarbeit anwandten und selbst durchlebten.

Die Arbeit mit Schulkindern stellte ein ganz neues Arbeitsfeld für uns dar und auf einmal mussten wir einem hohen Wissensspektrum gerecht werden. Wir lernten im Unterricht viel über die Phasen der Gruppenentwicklung. All dies in den Büchern zu lesen und mit Frau Stolze theoretisch zu bearbeiten wirkte auf uns gar nicht so schwer, bis die Umsetzung folgte. Wie komme ich mit den Kindern aus der Rollenfindungsphase, in der die Kinder erst einmal ihren Platz in der Gruppe finden müssen und sich ausprobieren müssen, wieder heraus? Diese Frage und viele mehr beschäftigten uns. Frau Stolze sagte immer, dass wir uns erproben und uns etwas zutrauen können. Und sie hatte Recht. Von Mal zu Mal wurden wir sicherer und mit viel Organisation und Flexibilität bekamen wir Theorie und Praxis in Einklang.

Die Planungen der AG-Stunden forderten uns aber nicht nur gedanklich heraus. Es gehörte auch eine schriftliche Planung dazu. Darin wurden die beobachteten Interessen und Bedürfnisse festgehalten und daraus unser weiteres Vorgehen gefiltert.

Nebenbei durchlebten wir selbst die Gruppenphasen, sei es in dem Team, indem wir unsere AGs leiteten, oder in der Großgruppe der Schulkind-AG. Anfangs standen auch wir vor einem großen Gipfel der Zusammenarbeit und mussten ihn erklimmen. Einige rutschten dabei in das Tal der Frustration und einige blieben in dem See der Hoffnung, zogen ihre Teammitglieder aber gemeinsam zurück auf den Weg der Entwicklung. Wir haben in der Theorie viel über die Teamarbeit und Gruppenleitung gelernt und gelesen, doch in der Praxis war das noch einmal etwas anderes.

Wir haben am eigenen Leib erfahren, wie es ist, Gruppenleiterin zu sein. Wir mussten auf einmal den Überblick über eine große Gruppe haben. Wir haben selbstständig die AG-Stunden geplant und uns über die jeweiligen Themenbausteine der AG Gedanken gemacht. Wir mussten im Team arbeiten, und jede Rolle war hilfreich, um sich selbst und die eigene Rolle als Gruppenleitung zu reflektieren und in Frage zu stellen, sei es als Helferin, Beobachterin oder in der Position der Gruppenleitung. Wir haben außerdem gelernt, uns auf das Team einzustellen und gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Dabei sind wir oftmals an unsere Grenzen gestoßen, doch im Endeffekt hat genau das uns zusammengeschweißt und uns zu einem Team gemacht.

Wir sind dankbar dafür, dass die Gartenheimschule uns die Möglichkeit zur weiteren Orientierung für das spätere Berufsfeld gegeben hat. Wir konnten viele neue Erfahrungen machen und Erkenntnisse gewinnen.

 

Laura Schick, Eefke Horstmann und Katharina Rätsch

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