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Fachschule Sozialpädagogik



Auslandspraktikum 2017

Angehende Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule Sozialpädagogik gingen wieder auf große Reise

Auch in diesem Jahr schickten wir wieder motivierte Schüler und Schülerinnen auf die große Reise für ein sechswöchiges Praktikum im europäischen Ausland. Die Ziele erweiterten sich neben Barcelona, Wien und Stockholm noch um Madrid und Prag. So konnten wir 18 Schülerinnen und Schülern der Fachschulklasse 1 ermöglichen, ihre praktische Ausbildung in zwei spanischen KiTas, einer schwedischen Vorschule, einer österreichischen Wohngruppe und einer tschechischen KiTa zu absolvieren. Gefördert wurden diese Aufenthalte durch ERASMUS+-Stipendien. Nach einem intensiven Auswahlverfahren, Sprachkursen und vielfältigen Vorbereitungstreffen konnte dann die Reise beginnen.

Impressionen aus der Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben einen Einblick:

Unsere Zeit in Barcelona

Durch die Zeit im Ausland haben wir vor allem an Selbstständigkeit gewonnen. Es war nicht immer einfach, sich in einer fremden Stadt mit einer fremden Sprache zu behaupten, aber trotz Verständnisschwierigkeiten in manchen Momenten haben wir uns nicht unterkriegen lassen. Auch das WG-Leben in der Gruppe hat uns allen viel Spaß gemacht. Wir haben in Spanien eine für uns neue und sehr interessante Kultur kennengelernt, die eine schöne Abwechslung zu unserer eigenen Kultur war. Barcelona ist eine sehr vielseitige Stadt, die Einiges zu bieten hat: Strand, Berge und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Unser persönliches Highlight war eine Vespatour durch die Stadt und dann der Blick von dem Berg Tibidabo und den „El Bunkers“. Von dort aus konnte man die atemberaubende Stadt von oben sehen. In Barcelona gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken, oder wir sind nach der Arbeit einfach zum Strand gegangen, um dort den Tag ausklingen zu lassen. Fernab vom touristischen Trubel ist das lockere Miteinander und die Gastfreundschaft der Einheimischen deutlich zu spüren. Die Menschen in Barcelona sind sehr offen, hilfsbereit und freundlich.

Außerdem haben wir einen Einblick in das Konzept einer mehrsprachigen Kita bekommen. Das Team hat uns herzlich aufgenommen und uns sofort in die alltäglichen Aufgaben mit eingebunden. Durch die tägliche Kommunikation auf Englisch - sowohl mit den Kindern als auch innerhalb des Teams und auf der Straße - konnten wir unsere Sprachkenntnisse deutlich verbessern. Es war interessant und lehrreich zu erfahren, wie man damit umgeht, wenn man nicht alles sprachlich so ausdrücken kann, wie man es in der eigenen Muttersprache könnte. Wir mussten gezielt mehr auf Mimik, Gestik und unsere Körpersprache achten. Aufgrund des warmen Klimas haben wir viel Zeit mit den Kindern draußen in Parks oder am Strand verbracht. Außerdem konnten wir einen Einblick in die Erziehungsmethoden dieser Kultur bekommen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, mit Teammitgliedern aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammen zu arbeiten, und wir konnten dabei viel voneinander lernen.

Alles in allem sind wir sehr froh und dankbar, dass wir diese tolle Auslandserfahrung machen durften, und wir können persönlich, aber vor allem auch beruflich sehr davon profitieren.

(ein Erfahrungsbericht von Pia Schneider, Finja Siever, Jonas Jasny & Jan-Simon Haase; Betreuende Lehrkraft: Kulescha)

Unsere Zeit in Wien

Wir hatten das Glück und durften für sechs Wochen nach Wien reisen, um dort unsere praktische Ausbildung in einer Heimwohngruppe zu absolvieren. Die Anreise vom Flughafen Wien bis zur zentralen Zweizimmerwohnung, in der wir lebten, war ein Kinderspiel, da die Bahnverbindungen in Wien nahezu perfekt sind. Innerhalb von zehn Minuten befand man sich mit der U-Bahn schon am schönen Stephansplatz oder man konnte zu Fuß sogar den Praterdom erreichen.

In den Wohngruppen, in denen wir gearbeitet haben, lebten jeweils acht Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren. Die Altersgruppen variieren je nach Einrichtung. Dort wurden wir mit offenen Armen empfangen, ob von den Kindern oder den pädagogischen Fachkräften. Ein wichtiges pädagogisches Anliegen der Mitarbeiter/-innen der Wohngruppen ist es, ein familienähnliches, schützendes und wärmendes Zuhause zu schaffen. So übernahmen wir dort vielfältige Tätigkeiten, wie beispielsweise die Abholung der Kinder von KiTa und Schule, die Begleitung zu verschiedenen Therapien, gemeinsame Freizeitgestaltung im Park oder auch Arztbesuche. Aber auch das Zubereiten von gemeinsamen Mahlzeiten, die täglichen pflegerischen Abendrituale oder das Zubettbringen gehörten zu unseren täglichen Tätigkeiten. Uns stand aber ebenso frei, ob wir Nachtschichten absolvieren wollten oder nicht. Natürlichen fand auch ein regelmäßiger Austausch über die Kinder und Jugendlichen in den Teamsitzungen statt.

Am Wochenende war dann Freizeit angesagt. So erkundeten wir das wunderschöne Wien von allen Ecken und genossen die Abende und die Sonnenuntergänge an der Donauinsel und am Donaukanal, die mit der Bahn ganz leicht zu erreichen waren. Auch nach der Arbeit hatte man noch Zeit, um sich Fahrräder für wenig Geld auszuleihen, um so Wien ebenfalls zu erkunden.

Wir haben uns während unseres Auslandspraktikums in Wien fast wie zu Hause gefühlt und würden es jedem, dem sich diese einmalige Chance bietet, weiterempfehlen.

(ein Erfahrungsbericht von Aleksandra Kania & Jasmin Koßmann; Betreuende Lehrkraft: Paproth)

Unsere Zeit in Madrid

Die Schönheit Madrids konnten wir an so vielen Plätzen während unseres Auslandsaufenthaltes erfahren. Einer der schönsten Plätze in Madrid ist der Parque el Buen Retiro, der von unserer Arbeitskollegin zu Recht empfohlen wurde. Auch der Palacio Real de Madrid verzauberte uns mit seinem schönen Palasthof und den ebenso schönen königlichen Zimmern. Dort führten wir auch die Lehrerinnen bei der Stadtführung durch. Empfehlenswert ist das spanische Frühstück, bei dem wir uns immer von Pan Tostada (Baguette mit Öl und pürierten Tomaten) und Churros ernährt haben. Typisch spanisch ist auch die Siesta und dass die Stadt erst am Abend zum Leben erweckt wird - mit Straßenkünstlern, Musikern und Tänzern, die von den Menschen sehr akzeptiert und unterstützt werden.

Während unseres Aufenthaltes in der „Kita Zwergenland“ in Madrid haben wir aber auch Einiges an beruflicher Erfahrung dazugewonnen. Wir wurden sofort als vollwertige Mitarbeiterinnen aufgenommen und konnten uns vielfach in der Gruppenleitung üben, beispielsweise beim Morgenkreis oder bei Essenssituationen. Auch durften wir in der Freispielphase selbstständig Angebote mit einer Teilgruppe der Kinder durchführen. Zudem haben wir alle einen Einblick in die Arbeit mit verschiedensten Altersgruppen gewinnen können, da die Kita ein halboffenes Konzept verfolgt und am Nachmittag alle Kinder zusammen sind. Die Altersspanne ging von sechs Monaten bis sechs Jahren. Ein weiterer Aspekt unserer dazugewonnenen Erkenntnis war der Umgang mit der Sprache. Die Kinder wuchsen mit den verschiedensten Sprachen auf und kamen meist aus deutsch-spanischen Familien. Grundsätzlich verstanden sie sehr viel, aber hatten große Schwierigkeiten selbst in ganzen, vollständigen oder auch grammatikalisch richtigen Sätzen zu sprechen. Dies zeigte sich noch deutlicher bei den Kindern, welche dreisprachig aufwuchsen. Aus diesem Grund haben wir sehr viel darauf geachtet, die Kinder zum Sprechen zu animieren, sie immer zu unterstützen sowie zu fördern. Während unseres Auslandspraktikums haben wir sehr viel dazu gelernt, lernten spanische Tagesabläufe kennen und erfuhren viel über die spanische Kultur im Allgemeinen.

(ein Erfahrungsbericht von Schirin Gödde, Alev-Fadime Tekin & Hilke Wachholz; Betreuende Lehrkräfte: Wiecierz & Garbe)

Unsere Zeit in Stockholm

Die sechs Wochen Stockholm vergingen wie im Fluge, doch dazu mehr im nächsten Zuge. Nach einem angenehmen Flug war der Fußweg gar nicht gut. Die Abholung hatte nicht geklappt, also haben wir uns selbst auf den Weg gemacht. Trotz der kleinen Komplikation klappte die Reise mit den Öffis schon. Angekommen am Haus war die Freude groß, landschaftlich war es auch famos. 1/3 Grün, 1/3 Stadt, 1/3 Wasser regten unser Explorationsverhalten an. Die Stadt faszinierte uns durch ihre 14 Inseln, die mit Bus, Bahn und Boot jederzeit zu erreichen waren - dabei hatte jede ihren eigenen Charme. Auch ein Ausflug in die Umgebung war lohnenswert, ob Grinda, Sandhamn, Vaxholmen oder Co, lohnt sich alles sowieso.

Arbeiten durften wir in dieser Zeit in Kista und Kungsholmen, die Arbeit unterschied sich sehr, doch das Internationale machte viel her. Sowohl schwedisch als auch englisch wurde gesprochen, doch wir sind nicht daran zerbrochen. Wir wurden herzlichst empfangen und lebten uns schnell ein - so soll das sein. Der Wochenplan wies uns den Weg, Struktur wo man geht und steht. Ob Exkursionen oder Feste, das war für uns das Allerbeste. Das schwedische Midsommarfest war ein blumiges Ereignis mit Familien, Singen und Tanzen, das werden unsere Gedanken uns belassen. Durch das Projekt konnten wir all diese Erfahrungen machen, Sprache, kulturelle Vielfalt, Pädagogik, Zusammenleben in einer bunten Gemeinschaft und weitere Sachen. Empfehlen können wir dieses Abenteuer jedem, geht diesen Weg, es wird euch nichts fehlen.

Eure Stockholm-Mädels.

(ein Erfahrungsbericht von Marnie Adamson, Christine Wrensch-Fähnrich, Anna-Lena Schrader, Vanessa Jünger, Anjuli Reichert & Isa Rietze; Betreuende Lehrkraft: Grickschat)

Unsere Zeit in Prag

Bevor wir am 01.06.2017 für sechs Wochen nach Prag gingen, besuchten wir einen Intensiv-Sprachkurs, um der tschechischen Sprache und der Schrift nicht ganz so fremd gegenüber zu treten. Somit starteten wir gut vorbereitet gemeinsam von Hamburg. In Prag angekommen, hatten wir zuerst Schwierigkeiten unser Apartment zu finden, welches wir über Airbnb gebucht hatten. Unsere Unterkunft war sehr großräumig. Jeder hatte sein eigenes Zimmer mit Doppelbett und wir teilten uns zusammen einen Balkon. Am 02.06.2017 begaben wir uns nach einer 40-minütigen Busfahrt zur „Deutschen Schule Prag“, in der wir herzlich begrüßt wurden. Dort arbeiteten wir mit Kindern, die in der Einrichtung deutsch sprechen lernen sollten. Außerdem stießen wir auf eine autoritäre Erziehung, die wir in dieser Form aus Deutschland noch nicht kannten. Trotzdem fühlten wir uns in unserer Einrichtung sehr wohl und lernten neue pädagogische Ansätze kennen. Zudem begleiteten wir Ausflüge, bei denen wir die Umgebung Prags und natürlich auch die Kinder besser kennenlernen konnten. Nach Feierabend und am Wochenende nutzten wir die Zeit für Land und Kultur. Dadurch machten wir uns schnell mit der Stadt vertraut und gewöhnten uns an die Währung, den Verkehr und die Sprache. Das Treffen mit unserem Lehrer war ebenfalls ein guter Vorwand, um sich vertiefter mit der Geschichte Prags auseinanderzusetzen. So verging die Zeit in Prag wie im Flug und wir mussten uns schmerzlich von einer Großstadt mit vielen Parks, Kneipen, Restaurants, netten und offenen Menschen verabschieden. Wir würden eine solche Reise jedem ans Herz legen, wenn sich diese Chance bietet.

(ein Erfahrungsbericht von Hannah Wössner, Tim Reichel & Marcel Zahl; Betreuende Lehrkraft: Tegtmeier)