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Israel-Austausch 2014 

Am 21. April 2014 machten sich 13 SchülerInnen in Begleitung von Frau Blau und Herrn Bünning auf den Weg nach Israel. In aufgeregter Stimmung ging es von Hannover nach Berlin und von dort mit dem Flugzeug nach Tel Aviv, schließlich waren wir auf das Land Israel gespannt, freuten uns aber auch bereits sehr auf das Wiedersehen mit unseren israelischen FreundInnen.   zur Fotoserie (unten)

Die ersten drei Tage verbrachten wir in Jerusalem und versuchten, soweit dies in dieser Zeit möglich war, diese sehr komplexe Stadt zu verstehen. Am ersten Morgen besuchten wir den nahegelegenen Mahane Yehuda (einen Markt), auf dem wir das erste Mal mit der Intensität der Gewürzgerüche und allerlei regionalen Lebensmitteln in Berührung kamen. Danach ging es zum Ölberg, der uns einen eindrucksvollen Blick auf die Altstadt Jerusalems gab und uns mit den benachbarten wichtigen Orten der drei monotheistischen Religionen bekannt machte. Bereits hier war uns allen bewusst: Dies ist eine ganz besondere Stadt, die für viele Menschen aus der ganzen Welt eine sehr große Bedeutung hat und zugleich unglaublich kompliziert ist. Am selben Tag aßen wir das erste Mal Falafel in Israel und besuchten den Markt im arabischen Viertel der Jerusalemer Altstadt. In den weiteren Tagen in Jerusalem schlenderten wir noch zahlreiche Male feilschend über diesen Markt und besuchten u.a. die zentrale Gedenkstätte Yad Vashem für die Opfer der Shoa und die Knesset (das israelische Parlament). Beide Stätten beeindruckten uns auf ihre Weise.

Wir verließen Jerusalem in Richtung Eilat, einer Stadt, die an der Südspitze Israels am Roten Meer liegt. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch die Wüste Negev. Wir stoppten am riesigen Ramonkrater, der uns eine wahnsinnige Aussicht bot, und anschließend noch am ebenso atemberaubenden Red Canyon. Am Abend kamen wir erschöpft in Eilat an und konnten bei warmen 30°C trotz untergegangener Sonne noch am Strand schwimmen gehen. Besonders eindrucksvoll in Eilat war die hell erleuchtete Küste Jordaniens, die gegenüber dem touristischen Strand Eilats liegt.

Um nicht in der Mittagshitze zu wandern, starteten wir am nächsten Tag bereits um 6 Uhr vom Hotel zu einer Wüstentour. Wir hatten alle reichlich Wasser mitgenommen und rechneten mit viel Sand und einer Wanderung auf eher ebenerdiger Fläche, doch es kam alles anders: Die Wüste Negev hat auch einiges an Bergen zu bieten und Ofer, einer der Leiter der israelischen Delegation, hatte geplant, mit uns auf den Mount Salomon zu klettern. Manche von uns stießen hier an ihre Grenzen, doch der Großteil schaffte es tatsächlich bis ganz nach oben und konnte von dort eine ganz besondere Aussicht genießen. Ofer kochte unterwegs immer wieder Kaffee und hatte auch am Ende der Wanderung eine ganz besondere Aufgabe, als er von einem Jeep mitgenommen wurde, um unseren Bus und den dazugehörigen Fahrer zu suchen, die beide nicht den Weg zu uns gefunden hatten. Wir gingen noch am selben Tag das erste Mal am Princess Beach schwimmen und schnorchelten am dortigen Korallenriff. Am nächsten Tag ging es wieder in die Wüste, diesmal um bei glühender Hitze das Timnatal zu besuchen, welches für viele Fotos einen beeindruckenden Hintergrund bot. Abends begann der Yom HaSho´a, der Tag, an dem alljährlich der Opfer des Holocaust gedacht wird.

Wir verließen Eilat am Morgen in Richtung Ohalo-College. Der Weg von Eilat zum College ist die nahezu längstmögliche gerade Strecke in Israel, da es im nördlichsten Teil Israels liegt. Auf dem Weg hielten wir um 10 Uhr an, da um diese Zeit die Alarmsirenen für 2 Minuten ertönen und alles in Israel stehen bleibt, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Für uns eine bewegende Erfahrung. Wir besuchten an diesem Tage noch die beeindruckende Festung Masada, schwammen auf dem Toten Meer und hörten dort eines der Kurzreferate. Dies dürfte wohl das erste und zugleich letzte Mal gewesen sein, einem Referat schwimmend zuzuhören bzw. es schwimmend zu halten.

In Katzrin angekommen, wurden wir von weiteren israelischen FreundInnen überrannt. Wir bekamen unsere Zimmer gezeigt, die in größter Gastfreundschaft liebevoll hergerichtet worden waren, und gingen direkt danach wieder auf die Wiese im Eingang des Studierendenwohnheims, auf der bereits ein leckeres Willkommensdinner aufgebaut war. Es wurde gegessen und wir lernten andere BewohnerInnen des Wohnheims kennen und danach ging es noch für manche in einen Pub in Katzrin.

Am nächsten Tag besuchten wir einen Kindergarten, wurden im Ohalo-College vom Schulleiter Shimon begrüßt und lernten das dortige Gelände kennen. Besonders spannend war dort die Diskussionsrunde mit israelischen Studierenden, in der wir in Kleingruppen über verschiedene Themen wie u.a. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Bildungssysteme und das Zusammenleben verschiedener kultureller Gruppen in Israel und im College sprachen.

Innerhalb der nächsten Stunden und Tage besuchten wir verschiedene Orte in den Golanhöhen, so u.a. eine Weinkellerei, das Hermon Stream Nature Reserve und das Zavitan Nature Resort, das wieder mit einer Wanderung mit Ofer und mehreren anderen Israelis und mehrmaligem Schwimmen in den natürlichen »Swimmingpools« verbunden war.

Ganz besondere Highlights waren jedoch die Besuche bei den Familien, die uns zu sich eingeladen hatten: So besuchten wir eine Kleinstadt der drusischen Minderheit und wurden freundlichst von Noors Familie empfangen, die uns in stundenlanger Arbeit ein vorzügliches Essen zubereitet hatte und uns einen Eindruck in das Leben in ihrem Dorf gab. An einem anderen Tag ging es zu einer christlich-arabischen Familie nach Nazareth, die uns ebenso herzlich empfing. Und immer nachmittags oder abends ging es wieder in das Studierendenwohnheim, in dem wir gemeinsam kochten, zusammensaßen, sangen, feierten und Freundschaften vertieften. Nicht nur die Gastfreundschaft während all dieser Begegnungen, sondern vor allem auch die verschiedenen Eindrücke dieser Zusammentreffen, die für einen zweiwöchigen Austausch keineswegs selbstverständlich sind, waren bewegend.

Schließlich galt es nach all diesen Erlebnissen jedoch Abschied zu nehmen. Nach einem großartigen Farewell-Evening und einem tränenreichen Abschied im und vor dem Ohalo-College stiegen wir in den Bus Richtung Tel Aviv ein. Auf dem Weg machten wir allerdings noch einen Halt im Kibbuz Ma´abarot, der 1925 gegründet worden war und dem sich viele Überlebende der Shoa angeschlossen hatten. Dort gab uns der 82-jährige Zvi Cohen einen sehr bewegenden Einblick in seine Lebensgeschichte und somit auch in das Leben im Kibbuz. Danach sahen wir bei einer kurzen Führung durch den Kibbuz u.a. die Spielzeuge auf dem Gelände des Kindergartens, die allesamt aus nicht mehr benötigten Gebrauchsgegenständen hergestellt werden (z.B. alte Fernseher, Keyboards, Wasserkocher, etc.).

In den letzten 30 Stunden unseres Aufenthaltes erlebten wir dann in Tel Aviv noch zwei der wichtigsten Feiertage Israels: zum einen den Memorial Day, an dem der gefallenen israelischen SoldatInnen gedacht wird und der daher mit großer Trauer, Alarmsirenen zum Gedenken und bedrückender Stimmung verbunden ist, und zum anderen (am nächsten Tag ab 18 Uhr) den Independence Day, an dem die Unabhängigkeit Israels gefeiert wird. So ging es für uns direkt von den Unabhängigkeitsfeierlichkeiten zum Flughafen Ben-Gurion, was eine wirklich seltsam fröhlich-betrübte Stimmung verursachte, die dann jedoch mit dem Einsteigen in das Flugzeug immer mehr betrübt als fröhlich wurde. Wir kamen am Morgen in Berlin und dann ein paar Stunden später in Hannover an und viele freuten sich, dort bekannte Gesichter wiederzusehen. Ein letztes Abschiedsfoto wurde gemacht und dann trennte sich die Gruppe, die innerhalb der zwei Wochen eng zusammengewachsen ist.

Während dieser zwei Wochen bekamen wir einen Eindruck vom alltäglichen Leben und vom »echten« Gesicht Israels, was besonders wichtig ist, da die mediale Berichterstattung oftmals nur ein eher einseitiges, negatives Bild des israelischen Staates zeichnet. Wir schlossen Freundschaften, die hoffentlich noch lange halten werden, und entdeckten Vorlieben für Hummus, Falafel und andere Spezialitäten.

In diesem Sinne: להתראות ישראל = Le´itraot, Israel (Auf Wiedersehen, Israel!)

PS: תודה רבה = Todah rabah (vielen Dank) an unsere beiden tollen BegleiterInnen Frau Blau und Herrn Bünning, mit denen wir viel Spaß hatten und die (in Kooperation mit den israelischen Studierenden) ein wirklich gutes Programm zusammengestellt hatten.


Till Ewald

Fotoserie (komplett):

 

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