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Israel-Austausch im April 2016

Es ist Montagmorgen 05:20 Uhr und wir haben den 4. April 2016. Für einige Schüler und auch Lehrer der Alice-Salomon-Schule ist es ein ganz besonderes Datum, denn es geht für zwei Wochen in das gelobte Land Israel.  zur Fotoserie

Bevor das Abenteuer beginnen konnte, mussten die 13 teilnehmenden Schülerinnen (vier Männer und neun Frauen) sowie die beiden Lehrkräfte Angelika Blau und Claus Bünning erst die Anreise erfolgreich überstehen: von Hannover über Berlin nach Tel-Aviv und schließlich nach Jerusalem, wo wir die ersten drei Tage verbrachten. Spät am Abend kamen wir im Abraham Hostel an, das uns als Ankerpunkt in der heiligen Stadt dienen sollte. Einer Stadt, die nur so vor Geschichte und den Kulturen verschiedener Religionen strotzte.

Der Morgen in Jerusalem begann recht früh, mit einem herrlich sonnigen Wetter von circa 25° C. Der Tag sollte sich als eine Pilgerreise quer durch die heiligste Stadt erweisen. Unsere erste Anlaufstelle war der naheliegende Markt „Mahane Yehuda“, wo wir eine Vielzahl an verschiedenen exotischen Obstsorten, Gewürzen und sonstigen Lebensmitteln zu Gesicht bekamen. Nach einer erfrischenden Portion frisch gepressten Granatapfelsafts liefen wir zum Ölberg hoch, der uns eine grandiose Aussicht auf das Panorama Jerusalems darbot. Hoch oben auf dem Berg lag uns ganz Jerusalem zu Füßen, wir konnten uns an dem Blick kaum sattsehen. Insbesondere die im Sonnenlicht glänzende Kuppel des Felsendoms war ein sprichwörtliches Highlight.

Später am Tag aßen wir unsere erste Falafel in einem gemütlichen arabischen Familienrestaurant, ehe wir durch das arabische Altstadtviertel pilgerten. In den weiteren Tagen besuchten wir noch weitere zahlreiche Attraktionen, wie die sagenumwobene Klagemauer, das Damaskus-Tor sowie auch die Grabeskirche mit der vermutlichen Kreuzigungs- und Grabessstätte Christi. Auch die Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust (Yad Vashem) sollte uns mit ihrer Geschichte in den Bann nehmen und uns nochmals deutlich vor Augen führen, was für eine mahnende Vergangenheit das israelische und deutsche Volk haben.

Ein Höhepunkt stach jedoch besonders hervor. Der Besuch bei Jehuda Bacon, einem Mann, der mehrere Konzentrationslageraufenthalte und mehrere Todesmärsche überlebte. Der 86-jährige Herr Bacon überraschte uns alle mit seinem menschenfreundlichen und aufgeweckten Charakter und gab uns inspirierende Worte mit auf den Weg.

Nach drei Tagen ging es weiter in Richtung Süden. Die Fahrt in einem sehr komfortablen Reisebus (WLAN!) führte uns durch und in die Wüste Negev. Der riesige Ramonkrater bot uns eine wahnsinnige Aussicht; ebenso der atemberaubende Red Canyon, den wir teils durch eine Wanderung und teils durch eine halsbrecherische Klettertour erkundeten.

Als wir spät am Abend in Eilat am Roten Meer ankamen, wollten Herr Bünning sowie ein Teil von uns Schülern es sich nicht nehmen lassen, in das Rote Meer zu springen. Nach einem langen Tag in der Wüstensonne war die Schwimmtour bei Nacht ein sehr willkommener Abschluss des Tages.

Am ersten Tag in Eilat ging es in das Timnatal, einen Nationalpark der Wüste, der besonders für sein antikes Kupferbergwerk bekannt ist. Danach fuhren wir an den Princess Beach, wo wir im Roten Meer schwimmen waren und uns durch farbenprächtige Korallenriffe schnorchelten. Der darauffolgende Tag führte uns erneut in die Wüste Negev. Diesmal wollten wir den ganzen Tag durch die Wüste wandern, um deren Schönheit zu bestaunen und ihre Wunder zu entdecken. Eindrucksvoll war der Moment, zu dem wir während einer längeren Pause schweigend und seelenruhig im Schatten einer Klippe lagen und die totale Stille der Wüste auf uns wirken ließen. Ein Highlight war die An- und Abfahrt in drei offenen Wüstenjeeps, in denen wir den Fahrtwind genießen konnten.

Am 10. April reisten wir in Richtung Ohalo-College, in freudiger Erwartung, unsere israelischen Freunde endlich wiederzusehen. Während der Fahrt besichtigten wir die beeindruckende Festung Masada, einen Ort, an dem um etwa 66 n. Chr. dutzende Juden einen kollektiven Suizid wählten, um lieber in Freiheit zu sterben, als in die Hände der verfeindeten Römer zu fallen.

Danach ging es weiter zum Toten Meer, wo wir uns prompt in das salzige Wasser warfen und uns mit dem schwarzen Schlamm des Meeres einschmierten. Um etwa 19 Uhr in Katzrin, einer kleinen Stadt in den Golanhöhen, angekommen, wurden wir von bekannten und unbekannten israelischen Freunden herzlichst begrüßt. Es wurde gegessen, geredet und viel gelacht.

Am nächsten Morgen besuchten wir eine „Hand in Hand School“, an der Juden und Araber zusammen lernen und beide Sprachen sprechen (bilingual). Am Nachmittag zeigte uns dann ein arabischer Teilnehmer des Austausches, Bshara, voller Stolz sein Heimatdorf, wo wir eine christliche Kirche besuchten und anschließend bei seiner gastfreundlichen Familie zu Besuch sein durften.

Tags darauf besuchten wir einen Kindergarten, wurden im Ohalo-College von der Schulleitung offiziell begrüßt und erkundeten die Hochschule, an der viele verschiedene Kulturen wissbegierig lernen. Ein interessanter Punkt war, in kleinen Gruppen von israelischen und deutschen Students über Themen wie den Holocaust zu diskutieren sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen unserem jeweiligen Leben und unseren Ländern zu ergründen.

Nach einem sehr leckeren Hummusbuffet fuhren wir hoch in den Norden der Golanhöhen. Dabei regnete es mal in Strömen, mal wurde es sehr nebelig. Doch selbst bei diesem Wetter hatte der Ort viel symbolische Kraft, da er in so vielen Kriegen eine wichtige Position war und immer noch ist. Der kommende Tag war ein ganz besonderer, da wir ihn samt Übernachtung mit unseren israelischen Freunden und deren Familien verbrachten. Man kann gar nicht alles aufzählen, was wir in den Gastfamilien erlebten.

Nach der Nacht ging es mit einem Großteil der Israelis nach Akko, wo Guy und Matan mit uns eine Kajak-Fahrt auf dem offenen Mittelmeer machten. Nach einer gefühlt viel zu kurzen Zeit wartete auf uns eine Führung durch die Stadt. Akko, ein Ort, der Stärke demonstriert, geschützt, uneinnehmbar, für die Ewigkeit gebaut. Eine Bastion des Glaubens, maßgeblich von den Kreuzrittern im 12. Jahrhundert errichtet. Das Tor zum Heiligen Land. So wurde uns die Kreuzritterstadt nahegebracht.

Tags darauf ging es zu einer Tageswanderung durch eine unglaublich wundervolle Ansammlung aus grün vegetierenden Tälern, die von steilen Klippengebirgen sowie einigen Wasserfällen durchzogen war. Das Beste am Tag war definitiv der tiefe Abstieg zu einem recht gut versteckten Wasserbett mit einem kleinen Wasserfall.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Tel-Aviv und staunten, als sich herausstellte, dass unser Hostel wirklich nur 30 Meter von dem wunderschönen und unglaublich weiten Strand entfernt war. Die meisten von uns suchten sich schnell etwas Essbares, kauften ein paar Getränke und gesellten sich auf das Hosteldach, um den Abend gemütlich und in Gesellschaft der anderen zu verbringen. Unser Aufenthalt in Tel-Aviv war so schön, wie er kurz war. Wir erkundeten am folgenden Tag Jaffa und einige Stadtviertel von Tel-Aviv, verbrachten einige Zeit am Meer und sahen zwei wunderschöne Sonnenuntergänge.

Den letzten Abend verbrachten wir mit einigen unserer israelischen Freunde. Doch alles Schöne hat ein Ende und so neigte sich auch unsere Zeit im faszinierenden Israel dem Ende zu. Am nächsten Tag ging es zurück nach Hannover. So endet das Abenteuer vom gelobten Land.

Was hat uns die Reise gebracht? Einblicke in eine fremde Welt, in fremde Kulturen und in fremde Menschen. Israel, das gelobte Land, strotzt nur so vor Schönheit, historischer Geschichte und facettenreichen Menschen. Es war ein Abenteuer, das bestimmt keiner von uns vergessen wird, und viele von uns wollen nochmals dorthin. Doch es wurden uns nicht nur Einblicke geschenkt, sondern noch etwas Wertvolleres: die Freundschaft zu unseren israelischen Austauschpartnern.

Alex Bogucki


Fotoserie (komplett):


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