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Erster Besuch einer türkischen Delegation von der Universität Çanakkale in Hannover vom 08.09.13 – 17.09.2013

»Das Wetter in Deutschland ist sehr kalt, aber im Herzen sind die Menschen sehr warm.« [Aussage eines türkischen Studenten zum Abschied am Ende des Aufenthaltes in Deutschland]

In den Sommerferien kam die Zusage von der Universität Çanakkale, neue Kooperationspartnerin für den Türkeiaustausch, dass eine Gruppe von Studierenden und Hochschullehrenden zum Besuch der Alice-Salomon-Schule nach Hannover reisen würde. Frau Ruff (Koordinatorin der Abteilung Sozialpädagogik) und Frau Pommerien (Bildungsgangteamleiterin Fachschule Sozialpädagogik) bereiteten in Abstimmung mit der Schulleiterin Frau Sahling den Besuch vor.

Für den Austausch meldeten sich 14 türkische Studentinnen und Studenten (6 Studierende mit dem Schwerpunkt Elementarpädagogik; 8 Studierende mit dem Schwerpunkt ›Deutsch als Zweitsprache‹). Sie wurden von den Hochschullehrenden Dr. Burcu Özdemir Beceren und Sedat Beceren begleitet. Am Sonntag, dem 08.09.2013, war es dann so weit: Die deutschen Gastgeber/-innen (zukünftige Sozialassistent/-innen und Erzieher/-innen) warteten gespannt auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen auf die Gäste aus der Türkei. Über Facebook hatten sich die Gastgeber/-innen und die türkischen Student/-innen bereits ausgetauscht und erste Kontakte geknüpft. So fiel das Erkennen der Gastgeber/-innen und ihres jeweiligen Gastes nicht schwer. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Sahling fuhren die Gäste mit den Gastgebern zu deren Familien.

Von Montag bis Samstag erwartete die Delegation ein umfassendes und abwechslungsreiches Fachprogramm in Hannover.

Am Montagmorgen begrüßten Frau Sahling und Frau Ruff die Gäste in der Alice-Salomon-Schule. In einem Rundgang konnte sich die Delegation ein erstes Bild von der Ausbildung machen. In einem anschließenden Informationsgespräch stellte die Schulleiterin die verschiedenen Ausbildungsgänge genauer vor. Frau Ruff informierte über die Ausbildungsstruktur der Erzieherausbildung in Niedersachsen und das Berufsprofil. Sie erläuterte die Modulstruktur, die Vernetzung mit dem Lernort Praxis und ausgewählte didaktisch-methodische Konzepte des Bildungsgangs.

Am Nachmittag brachten Herr Dr. Gleitze, ehemaliger Schulleiter der Alice-Salomon-Schule, und Frau Pommerien den Gästen im Rahmen einer Stadtführung wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt Hannover näher. Besonders von der Fahrt auf den Rathausturm zeigten sich die Gäste sehr beeindruckt.

In den nächsten Tagen besuchten die Student/-innen und Hochschullehrenden in Kleingruppen verschiedene Tageseinrichtungen für Kinder in der Region Hannover. Darunter befanden sich ein Waldorfkindergarten, eine Reggio-Einrichtung, eine Kita mit dem Schwerpunkt Psychomotorik, eine Montessori-Einrichtung und zwei Familienzentren. Begleitet wurden die Gruppen von Lehrkräften der Abteilung Sozialpädagogik. In den Einrichtungen nahmen sich die Mitarbeiter/-innen viel Zeit, um wesentliche Schwerpunkte des jeweiligen Konzeptes vorzustellen und einen Einblick in die pädagogische Arbeit mit Kindern im Vorschulalter zu vermitteln. Auch bei den Führungen durch die Räumlichkeiten zeigten sich die Gäste sehr interessiert. In vielen Gesprächen wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Bildungseinrichtungen für Vorschulkinder in Deutschland und in der Türkei ausgetauscht.

An einem Vormittag wurde den Student/-innen mit dem Schwerpunkt Elementarpädagogik ermöglicht, jeweils zu zweit in einem Kindergarten zu hospitieren. So konnten ganz praxisnahe Erfahrungen gesammelt werden. Die Student/-innen mit dem Studienfach ›Deutsch als Zweitsprache‹ besuchten in Kleingruppen drei Grundschulen in Hannover. Sie zeigten sich beeindruckt von den pädagogischen und methodischen Ansätzen in der Arbeit mit Grundschüler/-innen. Auch die Vielfalt der angebotenen Projekte, z.B. muttersprachlicher Unterricht, begeisterte die Gäste.

Begleitet wurden die Gruppen bei allen Besuchen von deutsch-türkisch-sprachigen Schülerinnen und Schülern, die sich derzeit in der Ausbildung zum/zur Sozialassistent/-in und zur/zum Erzieher/-in befinden. Auch bei weiteren Terminen unterstützten die Auszubildenden als Übersetzer/-innen sehr kompetent den Austausch.

Bei einem Termin mit der Hochschule Hannover (HsH) University of Applied Sciences and Arts, Fakultät V - Diakonie, Gesundheit und Soziales wurden die türkischen Gäste von Frau Prof. Dr. Dörte Detert (Studiendekanin der Abteilung Heilpädagogik) über den Studiengang Heilpädagogik informiert. Im Anschluss an den Vortrag wurde die Gruppe eingeladen, eine heilpädagogische Lernwerkstatt praktisch zu erproben. Neben Frau Detert standen eine wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie zwei Studentinnen für Fragen zur Verfügung.

Einen Höhepunkt der Woche in Hannover stellte der Festabend am Donnerstag in der Aula der Alice-Salomon-Schule dar. Neben Lehrkräften, Schüler/-innen und Student/-innen nahmen auch viele Gastgeberfamilien an dem Abend teil. Zur Eröffnung des Abends stellten die Schülerinnen und Schüler des Kurses ›Theaterpädagogik‹ unter der Leitung der Lehrkraft Susanne Tönges zu dem Thema »typisch deutsch?! – typisch türkisch?!« verschiedene Szenen dar. Diese lösten bei vielen Zuschauer/-innen ein zustimmendes Kopfnicken und Heiterkeit aus. In ihrer Rede stellte Frau Sahling die Bedeutung des Türkeiaustausches als Begegnungsmöglichkeit von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern heraus. Dabei, so betonte sie, geht es nicht nur um einen fachlichen Austausch, sondern auch darum, dass sich Menschen aus verschiedenen Kulturen begegnen, kennenlernen, Vorurteile abbauen und Gemeinsamkeiten aufdecken. Die türkischen Student/-innen erhielten von Frau Sahling ein Zertifikat der Alice-Salomon-Schule überreicht, mit dem die Teilnahme an dem Fachprogramm bescheinigt wird. Anschließend wurden alle Gäste des Partnerschaftsabends zum Essen eingeladen. Es gab ein reichhaltiges Büfett, zu dem alle Gäste etwas beitrugen. Die Vorbereitung und das Catering während des Abends wurde von den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule Sozialassistent/-in 1A und der zuständigen Klassenlehrkraft Frau Deke hervorragend gemeistert.

Am Samstag besuchte die gesamte Gruppe (Gastgeber/-innen und Student/-innen) den Erlebniszoo Hannover. Von dem Regen ließen sich die Besucher nicht abschrecken. Die Sambesi-Flussfahrt und die Vorführung der Tiershow begeisterten ebenso wie die Zooanlage mit ihren naturnah angelegten Gehegen.

Neben den Programmpunkten kam auch die Freizeit nicht zu kurz. An diesem wie auch an anderen Nachmittagen verabredeten sich die Gastgeber/-innen mit ihren Gästen, um z.B die Herrenhäuser Gärten zu besichtigen, gemeinsam im Restaurant zu essen oder an kulturellen Veranstaltungen wie dem Großraumentdeckertag teilzunehmen.

Am Sonntagmorgen ging es dann für alle Teilnehmer/-innen (Gastgeber und Gäste) per Bahn für einen 3-tägigen Aufenthalt nach Berlin. Neben den türkischen Hochschullehrenden begleiteten Frau Sahling, Frau Ruff, Frau Pommerien und Herr Dr. Gleitze die Gruppe. Nach dem Einchecken im Hotel konnten bei einem Stadtrundgang erste Eindrücke von Berlin gesammelt werden. Die anschließende Führung im Science-Center der Firma Otto Bock zu dem Thema »Begreifen, was uns bewegt« hinterließ bei allen Besucher/-innen nachhaltige Eindrücke. Der Besuch einer Vorstellung im Friedrich-Stadt-Palast am Abend stellte nach einhelliger Meinung aller Teilnehmer/-innen das absolute Highlight des Tages dar. Das Programm des kommenden Tages begann mit einer Bootsfahrt auf der Spree durch das Regierungsviertel. Vor dem Besuch im Reichstag konnten die Teilnehmer/-innen noch einen kurzen Blick in den Berliner Dom werfen. An die Besichtigung des Plenarsaals schloss sich der Aufstieg zur Kuppel mit dem Blick über Berlin an.

Am Dienstag hieß es dann, nach einer intensiven und erfahrungsreichen gemeinsamen Zeit, in der viele Freundschaften geschlossen wurden, Abschied voneinander zu nehmen. Alle Teilnehmer/-innen waren sich einig, dass der Austausch sehr erfolgreich gestartet ist. Am Hauptbahnhof in Berlin verabschiedeten sich die deutschen und türkischen Teilnehmer/-innen mit »einem weinenden und mit einem lachenden Auge« voneinander. Es ist nur ein Abschied auf Zeit, denn für Mai 2014 ist ein Gegenbesuch der deutschen Gruppe in Çanakkale geplant, auf den sich alle Teilnehmer/-innen bereits freuen.

 

Claudia Pommerien Amelie Ruff


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