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Berufliches Gymnasium - Gesundheit und Soziales -



Den Lebenden zur Mahnung in Erinnerung an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft

Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Hannover-Ahlem

Der Geschichtskurs 3 des BGY 12 besuchte am 7.2.2018 die Mahn- und Gedenkstätte Hannover-Ahlem, um sich vor Ort im Rahmen einer Führung über die historischen Ereignisse während der NS-Zeit zu informieren.

Die Gedenkstätte Ahlem wurde im Jahr 1987 im historischen Direktorenhaus der Israelitischen Gartenbauschule eröffnet. Heute befindet sich auf dem Gelände der Israelitischen Gartenbauschule die BBS Justus-von-Liebig-Schule für Gartenbau.

Die Israelitische Gartenbauschule Ahlem, gegründet 1893, wurde nach der NS-Machtergreifung 1933 dazu benutzt, um Juden hier beruflich auf die Emigration vorzubereiten. Später nutzte die Gestapo (Geheime Staatspolizei) das Gelände als Sammelstelle für die jüdische Bevölkerung von Stadt und Region Hannover vor deren Deportation in die Ghettos und Vernichtungslager Osteuropas.

Wie in allen jüdischen Schulen musste auch in Ahlem der Unterricht auf behördliche Anordnung zum 30.06.1942 eingestellt werden. Nachdem ihre Zentrale bei einem Bombenangriff zerstört wurde, beschlagnahmte die Gestapo-Leitstelle Hannover im Oktober 1943 das Ahlemer Direktorenhaus als Außenstelle und richtete später zusätzlich ein Gefängnis ein. Im März 1945 befahl sie die Ermordung zahlreicher Häftlinge auf dem Gelände.

In der Nähe der Gestapo-Außenstelle Ahlem befand sich während des 2. Weltkrieges auch ein Außenarbeitslager des KZ Neuengamme, in dem eine Produktionsstätte in einem Asphaltstollen bombensicher untergebracht wurde. Für die vielen insbesondere ausländischen Zwangsarbeiter, die durch die harten Lebens- und Arbeitsbedingungen starben, wurde 1994 eine Gedenkstätte eingerichtet.

Die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses werden sich nunmehr mit der wichtigen Frage auseinander setzen müssen, warum die Aufarbeitung der Verbrechen der NS-Zeit in Deutschland erst sehr spät erfolgte, was durch die späte Errichtung von Mahn- und Gedenkstätten zum Ausdruck kommt.

Manfred Kallmeyer

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit



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