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Fachschule Heilerziehungspflege


Aktuelles für die Fachschüler/-innen

NEWS aus unserer Fachschule Heilerziehungspflege

Informationen zur Fachschule Heilerziehungspflege im Überblick:

Erreichbare
Abschlüsse:

Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/-in (Bachelor Professional in -Sozialwesen-)

Fachhochschulreife

Hochschulzugangsberechtigung zu allen Studiengängen an niedersächs. Universitäten (nach NHG)

Zugangs-
möglichkeiten:

verschiedene Zugangswege möglich (z. B. mit Realschulabschluss über die einjährige Berufsfachschule Persönl. Assistenz oder eine längere praktische Tätigkeit/FSJ im HEP-Bereich; nach der Kl. 1 bzw. Grundstufe einer einschlägigen Berufsausbildung; ansonsten mit mindestens 2-jähriger abgeschlossener Berufsausbildung; mit Hochschulzugangsberechtigung und passendem 400-Stunden-Praktikum)

Bewerbung:schriftliche Bewerbung (an die Schule, Standort Kleefeld) jeweils ab Dezember/Januar und möglichst bis Mitte Februar (spätere Bewerbung möglich)
Perspektiven
danach:
 
  • berufliche Laufbahn in der Heilerziehungspflege bis hin zur Gruppen- und Einrichtungsleitung
  • Aufstiegsqualifizierung zur/m Staatlich anerkannten Heilpädagogin/Heilpädagogen
  • Studium (z. B. Sonderpädagogik an der Uni Hannover, mit Anrechnung von bis zu 90 CP auf das Studium)
 
Unterrichts-/
Ausbildungs-organisation:

regulär Unterricht in der Fachschule an 3 Tagen/Woche und praktische Ausbildung in der Einrichtung an 2 Tagen/Woche (weitgehend freie Praxisstellenwahl); ansonsten einzelne Praxis- und Schulblöcke zur Unterstützung der Kompetenzentwicklung; insgesamt modularisierte Ausbildung

Ansprechpartner/-innnen:

Dorothea Goller-Schreckenberg (Abteilungsleitung)

Britta Müller (kommissarische Bildungsgangleitung)

Kurzbeschreibung

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger ("HEP") setzen sich gemeinsam mit und für Menschen mit und ohne Behinderungen für die Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft ein: Sie sind d i e Fachkräfte für Inklusion und Teilhabe von Menschen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichen, häufig kognitiven und/oder sozial-emotionalen Beeinträchtigungen. In ihrer Arbeit mit beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen geht es vorrangig um Förderung, d. h. entwicklungsfreundliche Beziehungsgestaltung, Bildung und Erziehung. Der Schwerpunkt der Arbeit mit erwachsenen beeinträchtigten Menschen ist die individuelle Begleitung und Assistenz bei der Alltags- und Freizeitgestaltung, die Hilfe zur Selbsthilfe (Empowerment) in Richtung auf ein selbstbestimmtes Leben. Heilerziehungspfleger/-innen nutzen gleichermaßen pädagogische und pflegerische Kompetenzen, um den Bedürfnissen von Menschen mit Beeinträchtigung gerecht zu werden. Sie schauen nicht auf Defizite, sondern orientieren sich an den Stärken und Ressourcen der Menschen.

(Text nach: Niedersächs. Kultusministerium, 2019, Rahmenrichtlinien für die berufsbezogenen Lernbereiche - Theorie und Praxis - in der Fachschule Heilerziehungspflege, S. 3)

Welche Tätigkeitsbereiche erwarten mich als Heilerziehungspfleger/-in?

Berufstätigkeit bis hin zur Leitungsverantwortung (z. B. als Gruppen- oder auch Einrichtungsleitung):

  • Heilpädagogische oder integrative Kindergärten
  • Förderschulen oder auch Regelschulen mit Inklusionsklassen
  • Tagesbildungsstätten und Tagesförderstätten
  • Wohnheime oder (inklusive) Wohngruppen
  • heilpädagogische Zentren
  • Fördergruppen in Werkstätten
  • Einrichtungen der Jugendhilfe (sozial-emotionaler Schwerpunkt)
  • sozialpsychiatrische Einrichtungen (Unterstützung von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung)

Informationen zur Fachschule Heilerziehungspflege im Detail:

Zugangsvoraussetzung zur Fachschule Heilerziehungspflege ist mindestens der Realschulabschluss, in der Regel in Verbindung mit dem Abschluss der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege, Schwerpunkt Persönliche Assistenz.

Möglich ist aber als Zugangsvoraussetzung (nach Entscheidung der Fachschule) auch der Realschulabschluss oder Erweiterte Sekundarabschluss I, jeweils in Kombination mit einer längeren, mindestens einjährigen Vollzeittätigkeit in einem heilerziehungspflegerischen Arbeitsbereich, z. B. im Rahmen eines FSJ/BFD.

Darüber hinaus können Sie (ebenfalls nach Entscheidung der Fachschule) auch zugelassen werden, wenn Sie den erfolgreichen Besuch
a) der Klasse 11 der Fachoberschule Gesundheit und Soziales,
b) der Klasse 1 der Berufsfachschule Ergotherapie oder Pflege oder einer vergleichbaren Berufsfachschule,
c) der Grundstufe einer einschlägigen dualen Berufsausbildung (z. B. MFA) oder
d) der Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales
nachweisen können.

Darüber hinaus können Sie die Fachschule Heilerziehungspflege auch mit der Voraussetzung einer mindestens 2-jährigen abgeschlossenen Berufsausbildung, egal welcher Fachrichtung, besuchen, soweit Sie davor oder damit den Realschulabschluss erworben haben.

Eine weitere, häufig genutzte Zugangsmöglichkeit ist eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder Fachhochschulreife) in Verbindung mit dem Nachweis von min. 400 Zeitstunden Praktikum in einem einschlägigen Arbeitsbereich.


Zudem müssen Sie zum Unterrichtsstart ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis sowie eine Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung (vor allem einen Immunitätsnachweis in Bezug auf häufige Infektionskrankheiten) vorlegen.

Fächer des berufsübergreifenden Lernbereichs: 

Diese Fächer werden berufsorientiert unterrichtet. Beispiel: In Deutsch/Kommunikation können z. B. berufsspezifische Werbematerialien analysiert und selbst entwickelt werden. 

  • Deutsch/Kommunikation 
  • Englisch/Kommunikation 
  • Politik 
  • Religion
  • Mathematik (nur in Klasse 3)

 

MODULE des berufsbezogenen Lernbereichs -Theorie-:

Klasse 1:
1  Entwicklungsaufgaben wahrnehmen und begleiten
2  Individuelle Beziehungs- und Bildungsprozesse initiieren
3  Menschen bedürfnisorientiert pflegen
4  Kommunikation als Mittel der Beziehungsgestaltung nutzen
5  Berufsidentität entwickeln
6  Optionale Lernangebote

Klasse 2
7  Individuelle Entwicklungsbedingungen beurteilen
8  Individuelle Bildungsprozesse gestalten und reflektieren
9  Menschen unter Einbeziehung vertiefter medizinischer Kenntnisse bedürfnisorientiert pflegen
10  Kommunikative Fähigkeiten unterstützen
11  Team- und Organisationsprozesse gestalten
12  Optionale Lernangebote

Klasse 3
13  Entwicklungsprozesse evaluieren
14  Komplexe Bildungsprozesse evaluieren
15  Menschen in besonderen Situationen individuell pflegen, anleiten und begleiten
16  Kommunikative Fähigkeiten im systemischen Kontext anwenden
17  Betriebliche Abläufe steuern
18  Optionale Lernangebote

 

MODULE des berufsbezogenen Lernbereichs -Praxis-:

Klasse 1
P1  Grundlegende heilerziehungspflegerische Assistenzangebote entwickeln, umsetzen und reflektieren (500 Zeitstunden)

Klasse 2
P2  Differenzierte heilerziehungspflegerische Assistenzangebote entwickeln, umsetzen und evaluieren (500 Zeitstunden)

Klasse 3
P3  Leitungsverantwortung übernehmen (500 Zeitstunden)

  • Berufstätigkeit in der Heilerziehungspflege 
  • Gruppen- oder Einrichtungsleitung
  • Aufstiegsqualifizierung zur/m Staatlich anerkannten Heilpädagogin/Heilpädagogen
  • Studium: z. B. Sonderpädagogik an der Uni Hannover (mit Anrechnung von bis zu 90 CP auf das Studium), um Förderschullehrer/-in zu werden; oder z. B. Studium des Lehramts an berufsbildenden Schulen; Psychologie-Studium, Medizin-Studium u. v. m.  —  der niedersächsische Fachschulabschluss ermöglicht ein Studium jeder Fachrichtung an niedersächsischen Universitäten, nicht nur an Fachhochschulen
  • Besuch der Berufsoberschule Gesundheit und Soziales (BOS, Dauer: 1 Jahr) mit Erwerb des Abiturs (Berechtigung zum Uni-Studium bundesweit und EU-weit)

Sie können sich jeweils ab Dezember/Januar und möglichst bis Mitte Februar für das darauffolgende Schuljahr bewerben. Inhalt der Bewerbung:

  • Anmeldeformular
  • tabellarischer Lebenslauf zum bisherigen Bildungsweg mit Datum und Unterschrift
  • Passbild mit rückseitigem Namensvermerk
  • beglaubigte Kopien der/des geforderten Schulzeugnisse(s)
  • ggf. Bescheinigungen über die bisherige Berufstätigkeit bzw. praktische Tätigkeit, z. B. FSJ/BFD

Schulgeldfreiheit: Als öffentliche BBS in Trägerschaft der Region Hannover ist die Alice-Salomon-Schule als Ganzes und somit auch ihre Fachschule Heilerziehungspflege schulgeldfrei.

Sonstige Kosten: Kopiergeld (ca. 25 €/Jahr);  eine Studienfahrt (ca. 200 €);  ein Fachbuch

Schüler-BAFÖG: (je nach Einkommen der Eltern) rückzahlungsfrei

oder alternativ:

Aufstiegs-BAFÖG: Ab dem Schuljahr 2023/2024 ermöglichen wir Ihnen den Bezug des sog. Aufstiegs-BAFÖG (AFBG); es ist ebenfall rückzahlungsfrei.   

Praktikantenvergütung durch immer mehr kooperierende Einrichtungen; mit der Möglichkeit, aufzustocken und einen Arbeitsvertrag über die Zeiten der praktischen Ausbildung hinaus abzuschließen (z. B. Ferien- oder Wochenendarbeit)

Niedersächsische Ferienordnung: Für die BBS gelten die Schulferien; somit sind die Ferientage unterrichtsfrei und gezielt nutzbar für Zuverdienst.

  • Gebärdensprache-Seminar
  • Kinästhetik-Seminar
  • Studienfahrt im 2. Ausbildungsjahr (selbständig geplant, mit Berufsbezug)
  • Medien-Kurssystem im 2. und 3. Jahr
  • Deeskalationsseminar
  • ggf. Kurs „Erste Hilfe am Kind“
  • Möglichkeit der Teilnahme an einem Schüler/-innen-Austausch mit Israel
  • 3. Jahr: Angebot eines Auslandsaufenthalts, mehrwöchig (finanziert über Erasmus +)

Downloads


Zuständige Abteilungsleitung:

Dorothea Goller-Schreckenberg

Abteilungsleitung, Studiendirektorin

Abteilungsleitung für Abteilung 4:

  • Berufsfachschule Ergotherapie
  • Berufsoberschule -Gesundheit u. Soziales-
  • Fachoberschule -Gesundheit u. Soziales-, Schwerpunkt Sozialpädagogik;
  • Fachschule Heilerziehungspflege
  • Fachschule Heilpädagogik 
Kontaktdaten:
Kirchröder Str. 13
30625 Hannover
  • Gebäude: Standort Kleefeld
  • Raum 218