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Fachoberschule - Gesundheit und Soziales -

Schwerpunkt Gesundheit-Pflege (FOG)



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(Fotoserie: siehe unten)

Besichtigung der Infektionsspezialstation des UKE Hamburg 

Die Fachoberschülerinnen und -schüler der Klasse 11 (Schwerpunkt Gesundheit-Pflege) konnten am 21.07.2015, also kurz vor den Ferien, noch etwas ganz Besonderes erleben: Es ging für einen Tag nach Hamburg, um dort im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf die spezielle Pflegestation für Hochrisiko-Infektionspatienten zu besichtigen.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist eines der größten und modernsten Krankenhäuser Europas und so nimmt es nicht Wunder, dass man dort – im Bernhard-Nocht-Institut bzw. in der Sektion für Tropenmedizin – über eine hohe Kompetenz in der Therapie gefährlicher Infektionen verfügt. Die Spezialstation, die ständig für den Ernstfall, z. B. Ebola-Infektionen, in Bereitschaft ist und nicht für „einfache“ Infektionen mit Grippe- oder Noro-Viren etc. dient, befindet sich in einem Extragebäude etwas abseits des imposanten UKE-Hauptgebäudes. Schon auf dem Weg von der riesigen UKE-Eingangshalle zur Infektionsspezialstation (Sektion Tropenmedizin) ergab sich ein Aha-Effekt: Das UKE verfügt sogar über eine eigene Fahrradwerkstatt für seine Mitarbeiter.

Die Infektionsspezialstation selbst übertraf alle Erwartungen. Tom Hildebrandt, die zuständige Pflegekraft, erklärte alles. In Deutschland gibt es nur etwa zwei, drei weitere Zentren für Hochrisikoinfektionen, die auf diesem Niveau ausgestattet sind. So verfügt die Station, die zum Zeitpunkt der Besichtigung nicht belegt war, über ein ausgeklügeltes Luftdrucksystem; es herrscht in den Pflegezimmern ein etwas niedrigerer Luftdruck gegenüber der Außenluft, so dass Krankheitserreger nicht nach außen dringen können. Es gibt einige Plätze für die Intensivpflegebetreuung sowie einige Betten für Patienten mit normalem Pflegebedarf. Alle Zimmer sind videoüberwacht. Pflegekräfte und Ärzte müssen die Station über ein spezielles Schleusensystem betreten und verlassen, wobei das Handling mit den Schutzanzügen sowie das gesamte Ein- und Ausschleusen stets checklistenbasiert und sorgfältig durchgeführt wird. Beispielsweise das An- und Ausziehen des Schutzanzugs erfolgt jeweils zu zweit, d. h. eine Person assistiert und prüft, dass keine Fehler unterlaufen. Selbst der Abfall wird speziell entsorgt, z. B. dampfdrucksterilisiert.

Herr Hildebrandt schilderte auch die alltäglichen Schwierigkeiten bei der Arbeit: Der Einsatz im Hochrisikobereich dauert jeweils nur drei Stunden, auch weil man in den Schutzanzügen stark schwitzt, was den Kreislauf belasten kann. Während der drei Stunden kann man zudem nicht auf die Toilette gehen. Ein Problem für alle stellte beim letzten in Hamburg betreuten Ebola-Patienten die Neugier der Presse dar. Daher verfügt die Station über entsprechende Sichtschutzeinrichtungen und Fotos von der Inneneinrichtung und Ausstattung sind im Allgemeinen nicht zulässig.

Im Anschluss an diese sehr interessante Besichtigung nutzte die Klasse noch die Zeit für ein wenig Sightseeing in Hamburg. Es ging zu den Landungsbrücken und von dort zum alten Elbtunnel: Wir fuhren mit dem Aufzug hinunter und durchquerten den Tunnel zu Fuß bis zum gegenüberliegenden Ufer, von wo sich bei sonnigem Wetter ein fantastischer Ausblick unter anderem auf die neue Elbphilharmonie bot.

Herzlichen Dank an Herrn Cetina, der mit hohem Engagement auf der Grundlage früherer Arbeitskontakte den Termin im UKE organisierte und anschließend noch als kompetenter Führer abseits touristischer Trampelpfade den Weg zum spektakulären alten Elbtunnel an den Landungsbrücken wies!


Dorothea Goller  


Fotoserie:  Eindrücke aus Hamburg

 
 

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