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Fachschule Heilerziehungspflege



Inklusives Projekt zum Erlernen und Anwenden des Lormens

Bericht zum Projekt von Jasper Pape, John Rafter, Julie Laroche und Bennet Hagemann

 

Im zweiten Ausbildungsjahr zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger haben wir eine inklusive Projektarbeit geplant, durchgeführt sowie vorgestellt und reflektiert. Die inklusive Arbeit, bei der die Zusammenarbeit von verschiedenen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung erprobt wurde, gestaltete sich als eine gute Vorbereitung auf den Beruf. Dazu initiierten wir eine Kooperation mit dem Deutschen Taubblindenwerk Hannover und verschiedenen interessierten SchülerInnen/Studierenden.

In dem Projekt sollten die externen Teilnehmer/-innen die Möglichkeit bekommen, das Lormen zu erlernen und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auszuprobieren. Lormen ist eine taubblindenspezifische Kommunikationsform, bei der mittels Berührungen in der Handfläche Informationen geteilt werden können. Diese Kommunikationsform lässt sich innerhalb von drei Wochen gut erlernen, da sie auf der Schriftsprache basiert. Zusätzlich wollten wir mit unserem Projekt und durch den Kontakt mit Menschen mit Taubblindheit die Teilnehmer/-innen für Menschen mit Beeinträchtigung und deren Rolle in der Gesellschaft sensibilisieren und Anregungen für eine mögliche Berufswahl geben.

Die für Menschen mit Taubblindheit typische Isolation kann durchbrochen werden, indem wir aktiv auf Menschen mit dieser Beeinträchtigung zugehen. Das inklusive Projekt bot genau diese Möglichkeit. In den drei Lorm-Kurs-Stunden stellten wir den Teilnehmenden das Deutsche Taubblindenwerk als Wohnstätte, Schule, Rehabilitationseinrichtung und Arbeitsplatz vor. Dies ermöglichten wir in einer Führung durch die Räumlichkeiten, bei der die Teilnehmenden auf den Seh- und Hörsinn verzichten konnten/sollten. Für den ersten Kontakt statteten wir die Teilnehmer/-innen mit Lorm-Handschuhen aus und führten Übungen (z. B. Frage-Runden) durch, um ihre Lorm-Kenntnisse zu schulen.

Die Bewohner/-innen konnten durch ihre anleitende Funktion Verantwortung übernehmen und spezifisches Wissen vermitteln. Auch wir haben gelernt Verantwortung im Rahmen einer Projektarbeit zu tragen und eine Kooperation zwischen zwei verschiedenen Gruppen zu ermöglichen. Wir haben die Zusammenarbeit als sehr positiv wahrgenommen. Die Teilnehmer gaben uns in den Reflexionen durchweg eine gute Rückmeldung, zum Beispiel:

„Es war schön, sich in die Lage einer taubblinden Person zu versetzen. Trotzdem war ich froh, als ich die Augenbinde und Ohrstöpsel wieder abnehmen konnte. […] Ich habe nicht nur tolle Menschen kennenlernen dürfen, die weniger hatten als man selbst und doch so glücklich sind. […] Mir hat der Kurs so viel Spaß gemacht, dass ich nach der Schule ein FSJ im Taubblindenwerk antreten werde.“  Amélie, Schülerin der Alice-Salomon-Schule

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