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Holocaust-Gedenktag an der Alice-Salomon-Schule

Mittlerweile ist die Zeit des Holocausts schon 70 Jahre her. Damit dieses brisante Thema nicht in den Hintergrund rückt und diese schrecklichen Verbrechen an der Menschheit nicht vergessen werden, stellten uns Schülerinnen und Schüler unserer Schule Präsentationen, bewegende Reden und ein Theaterstück in unserer Aula vor. Viele Lehrkräfte hatten sich zuvor für diese wichtige Veranstaltung angemeldet, um ihrer Klasse ein Gefühl für die damaligen Geschehnisse zu geben und diese Verbrechen wieder in Erinnerung zu rufen.

Am Dienstag, den 30.01.2018, begaben sich alle angemeldeten Klassen gespannt in die Aula. Zu dem Zeitpunkt war es trotz solch einer Menschenmasse ungewohnt still. Die Atmosphäre in dem Raum wirkte schon von Beginn an sehr betroffen. Das Publikum wurde durch die emotionalen und überleitenden Worte von Marie-Sophie Mariot, Schülerin der Klasse BGY11 B, durch die Veranstaltung geführt.

Der erste Programmpunkt war eine bewegende und gleichzeitig mitreißende Rede von Kilian Richter, Schüler des Beruflichen Gymnasiums. In seiner Rede verdeutlichte er uns die damaligen Geschehnisse und die daraus resultierenden Gefühle und Emotionen der Opfer. Er warnte davor, sich Menschenhass und Ausgrenzung noch einmal so weit entwickeln zu lassen. Vor allem unsere Generation, so sagte er, soll man dazu aufrufen, sich mit Hilfe von Akzeptanz und der Fähigkeit zu verzeihen gegen die aktuellen Arten des Antisemitismus zu wehren. Mit der Feststellung, dass man, wenn man für jedes Opfer des Holocausts eine Schweigeminute einrichten würde, elf Jahre lange schweigen würde, machte er uns das Ausmaß des Verbrechens deutlich.

Nach der Rede wurde durch unsere Moderatorin zum Vortrag über den geschichtlichen Hintergrund und die Fakten zur Befreiung von Auschwitz übergeleitet. Vor allem mit den Bildern, welche sowohl die hungernden und gefolterten Menschen als auch die Bedingungen vor Ort im Konzentrationslager zeigten, brachten die vier vortragenden Schülerinnen die Aula zum Nachdenken und ein beklemmendes Gefühl stellte sich ein. Auch berichteten sie von der Befreiung des KZs und wie die ukrainische Front und später die sowjetischen Soldaten das Lager bei der Befreiung nach der Nacht der Beweisvernichtung vorgefunden haben.

Der nächste Programpunkt war eine Theaterdarstellung des Tagebuches von Anne Frank. Durch das Veranschaulichen der damaligen Situation blieb das beklemmende Gefühl und man sah in vielen Augen die Frage, warum die Menschen früher ihre Mitmenschen so behandelt haben und was man dagegen tun kann, damit es nicht wieder geschieht.

Diese Fragen sollten nach dem nächsten Programpunkt, welcher das Lesen von Ausschnitten aus „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth umfasste, beantwortet werden. In den Texten wurde von den Geschehnissen im Transportwagon und den Gefühlen der Passagiere, die Angst hatten, nicht schon auf der Fahrt zu sterben, berichtetet.

Zuerst wurden die Fragen, was konkret wir selbst tun können, damit sich die Geschichte nicht wiederholt, von der Rede „Ich fühle mich nicht Wohl“ aufgegriffen. Die vortragenden Schülerinnen gaben Beispiele des alltäglichen Lebens, welche uns alle zum Nachdenken brachten. Die Aussage, dass das nicht tolerierbare Verhalten ja schon anfängt, wenn man sich nicht neben eine andersfarbige Person im Zug setzen möchte, war besonders schockierend, da jeder schon mal so ein Verhalten zumindest beobachten konnte. Als dann noch die Präsentation über Maßnahmen gegen Antisemitismus gezeigt wurde und von Schülerinnen berichtet wurde, dass sie mit einfachen Methoden, wie das Entfernen oder Überkleben von fremdenfeindlichen Äußerungen an Wänden oder ähnlichem, schon viel bewirken konnten, wurden auch wir voller Tatendrang und gehen nun offener durch die Welt und beleuchten hoffentlich unser Verhalten genau.

Der letzte Programpunkt war der emotionale und persönliche Erfahrungsbericht der Schülerin Maj Brüning über ihren Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen. Bei dem schockierenden und bewegenden Bericht von Ausstellungen und Bildern, welche die sie vor Ort gesehen hat, verschlug es allen Schülern die Sprache. Manche Anwesenden hatten Tränen in den Augen. Dieses beklemmende Gefühl und diese Sprachlosigkeit hielten auch in den nachfolgenden Stunden noch an.

Jeder Beitrag von den Schülerinnen und Schülern war sehr gelungen und half, dass dieser Tag und die Geschehnisse der damaligen Zeit in Erinnerung bleiben.

Tamina Trautmann (BGY12)

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