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Mit Erasmus+ ins Ausland – neun Ziele, viele Erfahrungen und unvergessliche Momente

Neun Auslandsziele, sechs Wochen Praktikum und unzählige neue Eindrücke: 

Auch in diesem Jahr konnten Fachschülerinnen und Fachschüler unserer Erzieherausbildung im Rahmen von Erasmus+ ein mehrwöchiges Auslandspraktikum absolvieren. Ihre Ziele waren Irland, Schweden, Spanien, Italien, Lettland, Österreich und Dänemark. Dort lernten sie unterschiedliche pädagogische Konzepte und Arbeitsweisen kennen, sammelten praktische Erfahrungen und tauchten gleichzeitig in neue Kulturen und Lebenswelten ein.

Was alle Berichte verbindet: Die Zeit im Ausland hat die Fachschülerinnen und Fachschüler nicht nur beruflich, sondern auch persönlich wachsen lassen.

Irland – Galway:

Für Oliver ging es nach Galway an die Cuan na Gaillimhe Steiner School, eine Waldorfschule. Dort begleitete er hauptsächlich die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse und unterstützte regelmäßig auch die Nachmittagsbetreuung. Besonders beeindruckten ihn die wertschätzende Atmosphäre, die kreative Unterrichtsgestaltung und die herzliche Aufnahme in die Schulgemeinschaft.

Dabei konnte Oli seine beiden beruflichen Welten verbinden: seine handwerkliche Erfahrung als Industriemechaniker und seine Ausbildung zum Erzieher. Gemeinsam mit den Kindern plante und baute er ein „Bug & Bee Hotel“. Beim Messen, Sägen, Bohren, Schrauben und Gestalten entwickelten die Kinder nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern stärkten auch ihr Selbstvertrauen, ihre Verantwortungsbereitschaft und ihren Teamgeist. Zum Abschluss erhielten die beteiligten Kinder einen von Oli entwickelten „Werkzeugführerschein“ – ein besonderer Moment, der ihm ebenso in Erinnerung bleiben wird wie der gemeinsame Sports Day und die vielen Begegnungen in Galway. Mit nach Hause nahm er zahlreiche pädagogische Impulse, neue persönliche Erfahrungen und viele schöne Erinnerungen an die herzliche und grüne Insel.

Schweden – Stockholm:

Für Carlotta, Fenja, Gina, Larissa, Kathleen und Adrian ging es nach Stockholm. Schon die unterschiedlichen Anreisen waren für einige ein kleines Abenteuer. Vor Ort warteten weitere neue Herausforderungen: Unter anderem mussten sie ihren täglichen Weg zur Praktikumsstelle selbstständig organisieren. Was anfangs noch etwas kompliziert war, wurde schnell zur Routine. Gleichzeitig lernten sie die schwedische Kultur und die Menschen vor Ort kennen und erlebten diese als besonders freundlich und hilfsbereit.

Auch das gemeinsame Leben mit neuen Mitschülerinnen und Mitschülern wurde zu einem wichtigen Teil ihres Aufenthalts. Gemeinsam erkundeten sie Stockholm, besuchten die farbenfrohe Altstadt mit ihren kleinen Gassen, fuhren mit dem Boot zu kleineren Inseln und erlebten das typisch schwedische Midsommar-Fest. Besonders beeindruckend war, dass dieses wichtige kulturelle Fest auch in der Praktikumseinrichtung gemeinsam gefeiert wurde. In der pädagogischen Praxis konnten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Arbeitsweisen und Ansätze kennenlernen. Während einige dadurch die ihnen bekannten deutschen pädagogischen Konzepte noch mehr zu schätzen lernten, nahmen andere neue Ideen und Impulse für ihre eigene pädagogische Arbeit mit. Nach fast sieben Wochen in Schweden blicken alle mit großer Freude und Dankbarkeit auf eine spannende und bereichernde Zeit zurück.

Spanien – Mallorca:

Diana und Emmely verbrachten ihr Auslandspraktikum auf Mallorca und erhielten dort Einblicke in den Alltag einer privaten deutsch-spanischen Einrichtung. Besonders spannend war für sie, die pädagogische Arbeit in Spanien kennenzulernen und Unterschiede zu den aus Deutschland bekannten Abläufen und pädagogischen Ansätzen zu entdecken. Die neuen Erfahrungen regten sie dazu an, ihre eigene pädagogische Haltung zu reflektieren und andere Wege kennenzulernen, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern.

Während ihres Praktikums konnten sie Verantwortung übernehmen, eigene Angebote durchführen und ihre Kenntnisse aus der Ausbildung praktisch anwenden. Neben den beruflichen Erfahrungen spielte auch das Kennenlernen der mallorquinischen Kultur eine große Rolle. Das mediterrane Lebensgefühl, die spanische Sprache und besondere Erlebnisse wie das traditionelle San-Juan-Fest machten den Aufenthalt unvergesslich. Gemeinsam mit ihrer Lehrkraft verbrachten die beiden außerdem einen Reflexionstag mit einer Bootsfahrt und Schnorchelstopps. Die Zeit auf Mallorca bereicherte Diana und Emmely fachlich, persönlich und kulturell – und ein gemeinsames Tattoo erinnert sie nun dauerhaft an diese besondere Zeit.

Italien – Sizilien:

Für Giorgio, Luca, Sarwar, Dimi, Anna-Lena und Anna Tabea ging es nach Riesi auf Sizilien. Während ihres sechswöchigen Praktikums konnten sie die pädagogische Arbeit in unterschiedlichen Bereichen kennenlernen: in der Krippe, im Kindergarten, in der Grundschule und schließlich im Ferienprogramm „Summer Camp“. Sie lernten neue pädagogische Ansätze, Methoden und Rituale kennen und unterstützten die Kinder und Fachkräfte im Alltag. Ein besonderes Highlight waren die Jahresendaufführungen, bei denen sie die Kinder erleben und teilweise selbst mitwirken konnten. Besonders in Erinnerung bleiben ihnen die Gastfreundschaft, die Neugier und das Vertrauen der Kinder und Eltern.

Auch außerhalb der Praktikumszeit erkundeten die sechs die Insel. Sie besuchten unter anderem Catania, Cefalù und Palermo, entdeckten Altstädte und Museen und besichtigten Sehenswürdigkeiten wie die archäologische Stätte von Agrigento. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch ihrer Lehrkraft. Gemeinsam verbrachten sie einen Tag in Cefalù auf einem Boot, mit zwei Badestopps und einem Aperitif auf dem türkisblauen Meer. Nach sechs Wochen kehrten sie mit vielen neuen pädagogischen Erfahrungen, persönlichen Erkenntnissen und Erinnerungen an eine besondere Zeit auf Sizilien zurück.

Lettland – Riga:

Zehra, Kaloyana, Fiona und Alexander absolvierten ihr Praktikum in Riga und lernten dort insbesondere die Montessori-Pädagogik kennen. Die vier waren überwiegend im Kindergarten tätig, zwei von ihnen unterstützten zeitweise auch den Grundschulunterricht. Nach einer kurzen Beobachtungsphase durften sie schnell Verantwortung übernehmen und aktiv im pädagogischen Alltag mitarbeiten.

Besonders beeindruckte sie die große Selbstständigkeit der Kinder. Viele Bereiche des Alltags waren so gestaltet, dass die Kinder möglichst viel selbst bewältigen konnten – von alltäglichen Aufgaben bis hin zu ersten Lese- und Rechenaufgaben im Vorschulalter. Auch die ruhige und wertschätzende Art der pädagogischen Fachkräfte sowie deren Umgang mit Konflikten hinterließen einen bleibenden Eindruck und lieferten wertvolle Impulse für die eigene spätere Arbeit. In ihrer Freizeit erkundeten die vier Riga und die Umgebung, unternahmen Ausflüge in die Nachbarländer Estland und Litauen und genossen die Nähe zum Strand. Ein besonderes kulturelles Erlebnis waren die lettischen Līgo-Mittsommerfeierlichkeiten, die sie sowohl im Kindergarten als auch später gemeinsam mit mehr als tausend Menschen in einem Park erleben konnten. Am Ende waren sich alle vier einig: Die sechs Wochen waren viel zu schnell vorbei – und sie wären gerne noch länger in Riga geblieben.

Österreich – Wien:

Judith, Felix, Moritz und Carlotta verbrachten sechs Wochen in Wien und arbeiteten in Wohngruppen mit Kindern und Jugendlichen. Schon am ersten Praktikumstag lernten sie ihre Wohngruppen, die jungen Menschen sowie ihre Kolleginnen und Kollegen kennen. In ihrem Arbeitsalltag begleiteten sie die Kinder und Jugendlichen beispielsweise zu Arztterminen, zur Schule oder zu Verabredungen mit Freundinnen und Freunden. Auch gemeinsame Ausflüge, etwa zum Erdbeerfeld, in Parks, zum Fußballplatz oder an einen Badesee, gehörten dazu. Kochen, Einkaufen und Hausaufgabenbegleitung waren weitere Bestandteile ihrer Arbeit.

Neben den beruflichen Erfahrungen konnten die vier Wien und seine Umgebung intensiv kennenlernen. Sie erkundeten die Stadt mit ihren historischen Gebäuden und Museen, besuchten Flohmärkte, Boulderhallen und den Prater und genossen nach Feierabend die Donauinsel. Auch die Nähe zu anderen europäischen Ländern wurde genutzt: Ein Ausflug ins nahegelegene Bratislava durfte nicht fehlen. Die sechs Wochen in Wien waren geprägt von vielen neuen Eindrücken, spannenden Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen. Der Abschied fiel entsprechend schwer – doch die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit bleiben.

Dänemark – Sønderborg:

Für Levi, Milan, Jan und Chiara führte das Auslandspraktikum nach Sønderborg in Dänemark. Nach der Ankunft nutzten sie zunächst die ersten Tage, um ihre neue Umgebung kennenzulernen, bevor sie in ihren Praktikumsalltag starteten. In der Einrichtung lernten sie unterschiedliche Tagesabläufe und Gruppen kennen und konnten unter anderem bei einem Eltern-Café mitwirken.

Besonders auffällig war für die vier die große Bedeutung des Lernens im Freien. Die Kinder verbrachten einen großen Teil des Tages auf dem Außengelände und unternahmen regelmäßig Ausflüge, beispielsweise an den Strand. Auch sprachlich sammelten die Schülerinnen und Schüler neue Erfahrungen und lernten erste dänische Wörter wie „Hej“, „Tak“, „Godmorgen“ und „Farvel“, die sie teilweise direkt im Alltag mit den Kindern einsetzen konnten. In ihrer Freizeit erkundeten sie Sønderborg und die Umgebung und verbrachten nach einem Arbeitstag gerne Zeit am Strand. Fahrradtouren, Spaziergänge und gemeinsame Abende im Garten gehörten zu ihren schönsten Erlebnissen. Nach sechs Wochen kehrten die vier mit vielen neuen beruflichen und persönlichen Erfahrungen nach Deutschland zurück.

Erasmus+ – Europa erleben

Die sieben Berichte geben einen Einblick in die Auslandspraktika der Fachschule Sozialpädagogik in Vollzeit. Darüber hinaus absolvierten in diesem Jahr auch sechs Fachschülerinnen und Fachschüler der Fachschule Sozialpädagogik Teilzeit ein fünfwöchiges Auslandspraktikum in Gran Canaria und Málaga.

Ob Galway, Stockholm, Mallorca, Sizilien, Riga, Wien, Sønderborg, Gran Canaria oder Málaga: Die Auslandspraktika boten unseren Fachschülerinnen und Fachschülern die Möglichkeit, neue pädagogische Ansätze kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle persönliche und kulturelle Erfahrungen zu sammeln.

Erasmus+ macht Europa erlebbar – und eröffnet jungen Menschen die Möglichkeit, Neues zu entdecken und über sich hinauszuwachsen.